Und nochmal Jack Johnson. Der Musiker war vor seiner Karriere als bester Mensch der Erde auch mal Pro-Surfer und hat einige Filme über das Surferleben gedreht. Daher hat er noch viele Kontakte zu Filmemachern wie Emmett Malloy, der zusammen mit seinem Bruder viele bekannte Musikvideos gedreht hat und nun endlich den großen Durchbruch zu den Features geschafft hat. Im Indie-Streifen The Tribes of Palos Verde geht es um Affären, Coming-of-Age-Probleme und das Surfen. Den Trailer gibt’s hier auf YouTube.

Jack und die Malloys sind häufige Kollaborateure, Emmett hat zum Beispiel die tolle Tourdoku Jack Johnson en concert gedreht. Für den Start des Films steuert der Musiker nun eine neue, langsamere Version von Only The Ocean bei. Only The Ocean ist der Closer des letzten Albums To The Sea, welches das letzte Johnson-Album ist, das mir so richtig gut gefiel und die Filmversion sagt mir noch ein Stück mehr zu als das Original. Grund also auch mal in den Film zu schauen, der Soundtrack lässt sich nämlich auch sehen.

  • Sorry, dass ich dich jetzt auch noch hier belästige aber es bedarf immer noch der Klärung meines “Johnson”-Problems:

    Also wirklich Sascha! Jack Johnson? Das hat mich schockiert und überrascht da du ja oft genug in musikalischer Hinsicht guten Geschmack bewiesen hast.
    Allein all das gute Indie-Zeugs wie Fleet Foxes, National, Interpol etc. hat im
    direkten Vergleich mit Surfer-Dude Johnson viel mehr Format und ist auch
    technisch um Welten anspruchsvoller als das Lagerfeuer-3 Saiten-Gezupfe vom Hawaii-Sandler.
    Was bitte schön hat er sich denn selber beigebracht? Auf einer Gitarre immer
    und immer wieder die gleichen abgenudelten 2 Griff Muster hoch und runter zu
    schrammeln? Versteh mich bitte nicht falsch aber ich finde das gute Kunst egal ob im Film der Musik etc. sollte auch stets Ecken und Kanten haben.
    Es gibt doch nichts Schlimmeres als Gleichförmigkeit. Das Interessante bei Lieblingsbands bzw. Solokünstlern ist ja
    auch als Fan quasi Zeuge deren musikalischer Entwicklung sein zu können, wie
    sie ihr Spiel von Album zu Album verfeinern…irgendwann ihren Peak erreiche.
    Oder das man Jahre später genau die Alben die man damals verkannt hat (meist
    sind es die Folgewerke auf bahnbrechende Debüts…wie es z.B. bei den FOALS der Fall war) plötzlich mit völlig neuen Ohren hört und erst dann deren Genialität
    zu erkennen vermag. All das kann doch ein Jack Johnson nicht liefern, oder?
    Klar kann man sagen “he is living the life” obwohl es mich schon
    gegruselt hat wie deine Stimme leicht zu beben anfing als du meintest
    “Genau das ist doch EIN Mann!”
    Jemand der seiner Frau 7 Alben lang Liebeslieder schreibt?
    Der Traum aller Schwiegermütter.
    Der Kerl auf den sich alle einigen können. Ich finde es gut wenn sich ein
    Künstler auch mal traut aus der von ihm erwarteten Rolle auszubrechen,
    …mal was Neues zu wagen.
    Das kann ich hier absolut nicht sehen bzw. hören.
    Ich verlange ja keinen zweiten G.G. Allen (falls du den kennst…google mal) aber das hierist wie ein Zuchtmops den man ein Kunststück (z.B. Rolle seitwärts) beigebracht hat welches dann stolz immer wieder präsentiert wird wenn man mal Gäste hat.
    Obwohl: Ich wäre bereit einen Film zu crowdfunden indem es um den Geist von
    G.G. Allen geht der vom Körper Jack Johnsons Besitz ergreift und diesen dann
    all die Dinge zwingt zu tun für die Allen zu seinen Lebzeiten bekannt war. So
    ne Art Mockumentary die dann zeigt wie langjährige Fans und Wegbegleiter auf
    Johnson reagieren. Das wäre geil.
    P.S.: Wie lange hat es gedauert all die Lieder von Jack Johnson auswendig zu
    lernen? Diese Zeit kriegst du nie wieder zurück. Hat vielleicht aber auch etwas
    von Meditation, so eine Art Mantra-Gebrabbel
    “La..la..la..baby..baby..waiting for the summertime baby you were right
    better when we’re together…baby..baby…la..la..la”