E3 2017 Trailerfest

19 Jun, 2017 · Sascha · Featured,Games

Hier ein paar Trailer zur diesjährigen E3 2017, die eigentlich ohne große Überraschungen ziemlich langweilig an mir vorbeizog und deshalb auch etwas verspätet hier im Blog besprochen wird. Wie immer stelle ich keine komplette Trailerliste zusammen, sondern binde nur das ein, das mich halbwegs interessiert und womöglich irgendwann von mir auch gespielt wird.

Sea of Thieves

Piraten sind seit etwa zehn Jahren aus der Mode, spätestens seit dem vierten und fürchterlichen Pirates of the Carribean Film wurde es still um sie. Lediglich Black Flag aus der Assassin’s Creed Reihe konnte vor einigen Jahren den Seefahrern neues Leben einhauchen. Auch Sea of Thieves fliegt aktuell unter dem Radar, doch das Spiel hat definitiv Potential. Der clevere Kommentar im Video hilft einige Schwächen locker und fluffig zu überspringen und ansonsten dürfte das Spiel vor allem für Rollenspieler interessant sein. Was mich aber vor allem anzieht sind die unglaublich real aussehenden Wellenbewegungen.

Life is Strange: Before the Storm

Ich hätte kein Sequel zu Life is Strange gebraucht. Dontnods Spiel war eine einzigartige Erfahrung, ein Amalgan aus vielen Inspirationen und dennoch sehr eigenständig. Der emotionale Ausgang ließ mich zufrieden zurück, auch wenn ich leider das dumme Ende auswählte und zunächst enttäuscht war. Auch die Entwickler sind sich unsicher bezüglich der Zukunft, weshalb es zunächst einmal in einer kürzeren Brückenfolge in die Vergangenheit geht. Ohne Zeitreise wird sich das Spiel hauptsächlich auf das durchaus interessante Drama zwischen Chloe und Rachel konzentrieren. Darauf freue ich mich auch, ich bin mir nur nicht sicher, ob es noch wirklich viel zu erzählen gibt. Before the Storm wirkt eher wie eine bereits bekannte Geschichte, die man jetzt spielen kann.

The Last Night

Über The Last Night hatte ich bereits vor fast drei Jahren einmal euphorisch berichtet und dann vergessen, wie das Spiel heißt. Selbst mit Google und Suche im Blog fand ich den Beitrag nicht mehr, was bei mehr als 5000 Beiträge auch mal passieren kann. Dank der E3 bin ich nun komplett überzeugt und völlig weggeblasen, wie krass der Trailer des 2,5D Cyberpunk Adventures dann doch im Unterschied zu der damals spielbaren Demo auf die Pauke haut. Wow! Absolutes Highlight!

Assassin’s Creed Origins

Assassin’s Creed startete als kleines Spiel mit einer großen Zukunft auf der PlayStation 3. Das Mittelalter im Nahen Osten schien das perfekte Setting zu sein und die beginnenden übernatürlichen Elemente gefielen mir so gut, dass ich sogar alle geheimen Artefakte sammelte, nur um eine kurze Cutscene von Adam und Eva zu sehen. Ich war ein großer Fan des Franchises und genoss die gesamte erweiterte Trilogie bis AC3 mich mit diesem völlig komplizierten und insgesamt höchst unbefriedigenden Ende so stark enttäuschte, dass ich seither keinen einzigen Titel mehr spielte. Dass die Reihe immer stärker an die Gegenwart rückte, konnte mich auch nicht davon überzeugen, dass ich gerade etwas total Wichtiges verpasste. Da nun nach Battlefield 1 alle Spiele einen Schritt zurück machen und sich auf die Anfänge ihrer enormen Franchise konzentrieren, heiße ich den Schritt willkommen, dass Assassin’s Creed Origins nun in Ägypten spielen wird. Ich bin seit sehr langer Zeit mal wieder gespannt.

Beyond Good and Evil 2

Mehr als diesen Trailer gibt es aktuell nicht, das Spiel befindet sich nicht einmal in der Entwicklung. Allgemein basiert der Hype, befürchte ich, mehr auf Nostalgie als auf dem echten Potential des Spiels, aber da noch keine Zeile gecodet ist, halte ich mal den Mund und warte ab.

Hidden Agenda

Das neue Spiel von den Machern von Until Dawn, dürfte spaßig werden.

Shadow of the Colossus

Shadow of the Colossus ist wichtig und sollte deshalb aktualisiert werden, um neue Generationen anzusprechen. Im Unterschied zu zum Beispiel den Star Wars Special Editions bleibt uns auch das alte Spiel erhalten, sodass zukünftigte Videospielhistoriker auch Zugang zu der Originalversion haben werden. Kein Problem also. Nach The Last Guardian freue ich mich enorm auf diese visuelle Verbesserung.

Detroit: Become Human

David Cages Problem ist nicht, dass er Videospielfilme macht, sondern dass seine Filmchen das cineastische Äquivalent von zum Beispiel Prisoners sind. Nicht großartig, aber auch nicht schlecht. Irgendwo in der Mitte also. Heavy Rain war sicherlich ein Weitwurf fürs Genre, Beyond Two Souls war eher eine Serie, aber wirklich umhauen tut mich das nicht. Daher ist aktuell auch eher Zurückhaltung angesagt, was den neuen Titel von Cage namens Detroit: Become Human betrifft. Der letztjährige Clip, in dem viel Spannung und Drama herrschte, konnte noch überzeugen, aber dieser Storytrailer (zum einer von drei Hauptfiguren) wandert noch zu sehr auf bekannten Wegen. Gerade Westworld hat im letzten Jahr beeindruckend gezeigt, was man noch in dem Genre trotz einiger Klischees und Tropen machen kann. Da muss noch mehr kommen.

Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds

More of the same war bereits 2016 das große Thema der E3 und auch in diesem Jahr ändert sich recht wenig. Der DLC zu einem der besten Spiele des Jahres möchte natürlich vom aktuellen Hype um den Titel profitieren und die Spiel bei dem Franchise bis zum Sequel halten. Das dürfte funktionieren. Auch wenn ich nach dem Finale das Spiel kein weiteres Mal angeschaltet habe, auch weil das Ende die Geschichte für mich gebührend beendete, werde ich mir diese Erweiterung durchaus mal gönnen.

Days Gone

Ich habe als Zombieexperte einiges zu Days Gone zu sagen, werde das vielleicht aber an anderer Stelle mal etwas länger gestalten. Deshalb hier kurz: Das sieht jetzt nicht atemberaubend aus, wirkt recht stereotypisch und auch die Mission an sich kann nicht überzeugen. Dazu fand ich Zombietiere schon immer fürchterlich, alleine schon auf einem konzeptionellen Level. Was mich jedoch enorm hypet sind diese Wellen an Zombiehorden. Das ist schon relativ neu und dürfte Potential haben.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Expansion Pass

Mehr Zelda ist immer gut. Mehr vom vielleicht besten Zelda-Titel aller Zeiten ist großartig.

Super Mario Odyssey

Konzeptionell gehe ich nicht so wirklich mit Marios neuer Eskapade d’accord, aber das Gameplay sieht fantastisch aus.

Kirby & Yoshi for Nintendo Switch

Diese beiden Titel aus dem Hause des japanischen Kultentwicklers werfe ich mal zusammen. Beide sind wenig revolutionär und bedienen sich reichhaltig an der Geschichte der Figuren und bis auf ein Grafikupdate dürfte das nicht viel werden. Aber es ist Nintendo und vielleicht bin ich auch gerade einfach nur zu zynisch.

Spiderman

Insomniacs Spiderman mich der Titel der diesjährigen E3. Ich suchte seit Spiderman 2 auf der Playstation nach einem Spiel, in dem alleine das Schwingen durch Manhattan schon den Kauf des Spiels wert ist. Die letzten Spiele waren in der Hinsicht auch okay, nur eben nicht so ganz so gut wie erhofft. Das ist bei Insomniac, deren Sunset Overdrive leider noch nicht angespielt habe, wahrscheinlich jedoch anders. Die Entwickler kennen sich mit dem Spaß an dynamischer Bewegung durch Pixelwelten sehr gut aus und wie man bereits im Trailer hier erkennen kann, orientiert man sich bei Batmans Arkam-Teilen sowie anderen erfolgreichen Spielen. Insofern ist der Hype schon berechtigt. Insgesamt ist der Clip sehr Quicktime-heavy, was ich durchaus verstehen kann. Man will eben das Spiel in seinen besten Momenten vorstellen. Der Trend ist aktuell jedoch überall zu beobachten. Während früher nur ein bis zwei Minuten an Ausschnitten gezeigt wurden, konzentriert man sich bei den Präsentation auf der E3 eher auf die Stimmung des Spiels als auf kurze Eindrücke.

Far Cry 5

Mit Far Cry 5 habe ich tatsächlich meine Probleme. Auf der einen Seite finde ich die Idee, den Konflikt in ein halbwegs realistisches Setting zurücken, ziemlich grandios. Man orientiert sich anscheinend an der Kleinstadt Whitefish in Montana, die von Neonazis quasi überrannt wurde in den letzten Jahren, was mir als ehemaliger Bewohner der Stadt, wenn auch nur für ein paar Tage, besonders leid tat. Auf der anderen Seite ist das Gameplay ein bisschen langweilig inzwischen, nech? Klar, wie bei Assassin’s Creed Origins verzichtet man jetzt auf Türme und eine Minimap, wodurch die Verletzlichkeit des Spielers wieder deutlicher betont wird und die Exploration in den Mittelpunkt gerückt wird. Gleichzeitig ist man aber weiterhin der Superheld, der im Alleingang eine ganze Region von Bösewichten befreit. Der Rambo-Mode würde mich nicht stören, wenn man gleichzeitig dann nicht wie in dem Video eine gewisse Zurückhaltung ausübt. Wieso lässt der Spieler dort bewusst Menschen sterben, die kurz vor der Hinrichtung stehen? Vielleicht bin ich zu empfindlich geworden, was solche Momente angeht – das soll ja mit dem Alter kommen -, aber was man vom sonstigen Gameplay so erahnen kann, wird dies kein einzelner Storypoint bleiben. Hmmmm…

Battlefield 1 – In the Name of the Tsar

Angeblich die größte Battlefield-Expansion aller Zeiten – ich bin gespannt, ob ich erneut nach einer Woche wieder gelangweilt aufhöre oder mich diese Erweiterungen endlich mal wieder länger an das Spiel binden werden.

Battlefront 2

Vielleicht liegt es an der Karte, aber so richtig gehypet bin ich von Battlefront 2 noch nicht. Mich stört vor allem das so genannte era crossing im Multiplayer, wenn zum Beispiel die Prequel Figur Darth Maul in Theed zu Zeiten der Klonkriege auf Rey trifft. Das zieht mich aus den sonst im ersten Reboot-Teil großartigen Star Wars Momenten heraus. Dort fühlte man sich tatsächlich als Teil eines authentischen Kampes in einer weit, weit entfernten Galaxie. Natürlich gab es auch dort Modi, in denen Helden wie der Imperator gegen Han Solo kämpfen konnten, doch beim zweiten Teil will man dem Spieler wesentlich mehr Costumization im Multiplayer möglich machen. Das ist löblich, auch wenn man dafür an Atmosphäre einbüßt. Ansonsten ist bis jetzt grafisch kein großer Sprung zu erkennen. Lediglich die Kampagne erfreut mich als Expanded Universe Fan enorm. Hier verbindet man Comics, Bücher und Videospiele zu einer stringenten Nebengeschichte, die großes Potential hat. Bereits die X-Wing Mission zum Kinostart von Rogue One war cineastisch und schlicht großartig für jeden Star Wars Fan.

A Way Out

Das neue Spiel namens Prison Break A Way Out von den Machern von Two Brothers. Das Gameplay dürfte erneut höchst spannend werden und da sich das Spiel erneut um die emotionale Beziehung von zwei Männern drehen wird, dürfte auch die Geschichte dem ersten Titel in nichts nachstehen. Lediglich das Setting ist mir einfach bisschen zu beliebig und der Trailer spoilert auch schon recht viel.

Wolfenstein II: The New Colossus

The Man in the High Castle – jetzt als Videospiel! Sieht auf jeden Fall spaßig aus und vielleicht finde ich ja jetzt mal endlich zu der Reihe.

God of War

Alte, harte Männer, die durch ein Kind ihre Emotionalität neu entdecken, sind aktuell in Kino und Videospiel hoch in Kurs. The Last of Us, Logan, etc. – und nun sogar Kratos höchstpersönlich. Mir gefällt dieses Subgenre sehr und auch God of War schaut schön aus. Wohingegen der Gott des Krieges vor einigen Spielen womöglich noch die große Schlange direkt angegriffen hätte, versteht er nun durch seinen Sohn buchstäblich, aber auch metaphorisch, die Welt besser. Schick.

Anthem

Neues Spiel von Bioware für Konsoleros mit Freunden. Schaut nett aus, werde ich aber womöglich nie spielen.

Uncharted: The Lost Legacy

Eigentlich hätte ich nach Uncharted 4 genug, aber ich kann Naughty Dog doch keinen Titel abschlagen. Die Dynamik der beiden Hauptfiguren interessiert mich sehr, auch wenn ich die Figuren an sich in den vorangegangen Spielen nicht unbedingt packend fand. Das dürfte sich mit The Lost Legacy aber sicherlich ändern. Dazu soll das Spiel kürzer werden, in der Länge ähnlich wie das erste Uncharted-Spiel. Das begrüße ich sehr. Die vielen Tränen und großartigen Momente beiseite, war Uncharted: A Thief’s End doch vom Pacing her eher mittelmäßig. Gerade der letzte Akt auf der Insel zog sich unendlich.

Ori and the Will of the Wisps

Ori and the Blind Forest. Ein Spiel, das ich liebte. Der beste Metroidvania-Titel seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, eine einnehmende Geschichte und ein Score für die Unendlichkeit. Ich habe enorme Erwartungen an das Sequel. Ich glaube, dass es diese übertreffen wird. Gänsehaut ab Minute eins im Trailer.

  • War doch eine nette E3.
    Sea of Thieves ist nur quasi Blackwake von einem Major Studio.
    The Last Night sieht top aus. Ein AC bedeutet Arbeit ohne Ende. BGE 2 Gameplay kommt ungelogen dann zur E3 2018. Warum SOTC ein drittes Mal kaufen?
    A Way Out gerne aber doch nicht etwa für 69€?
    Ich mag Spider-Man Spiele.

  • Eigentlich nicht verwunderlich. Top Titel verschlingen mehr Geld in der Production als jeder Hollywood-Blockbuster.

    Also sind die Zahlenschubser die das finanzieren darauf aus alles au safe zu spielen. Erfolgreiche Rezepte werden wiederholt, in der Erwartung dass sie wieder erfolgreich sind. Nur keine Experimente, nur keine Innovation, nur keine Kreativität in unerforschtem Terrain.

    Und naja, wie bei Hollywood-Blockbustern, solange der zuschauer den Mist konsumiert gibt es auch keinen Anlass irgednwas zu ändern.

    Wir leben nunmal im Zeitalter des hübsch übertünchten und belanglosen Mittelmaß.

    Alles ist von BWL-Langweilern berechnet und kalkuliert.