Ich mochte Alien: Covenant sehr. Nach einigen Tagen des Haderns kam ich doch mit mir zu der Übereinkunft, dass Ridley Scott mit seiner Prequel-Trilogie eine höchst spannende und unterhaltende Geschichte erzählt. Vor allem thematisch geben die Filme sehr viel her. Ich werde meine Gedanken in einer Review demnächst ausführlicher auf den Punkt bringen. (Hier geht’s zu meiner Prometheus Kritik)

Bis dahin möchte ich euch nicht diesen großartigen Verriss meines Freundes Marcs vorenthalten, der sich hauptsächlich mit der Intelligenz der Figuren schwer tut. Für mich hingegen war das noch nie ein Problem und pflichte, wie so oft, Filmkritiker Matt Zoller Seitz bei, der in seiner Kritik quasi “It’s a feature, not a bug” schreibt:

“As in all of the “Alien” films, characters do tremendously stupid things with such regularity that you pretty much have to stop judging the movie by real-world logic. Instead you have to judge it by the standards of a fever dream or nightmare, a Freudian-Jungian narrative where the thing you fear most is what happens to you, and where you’re doing stuff like going to work naked or trying to climb across the face of a skyscraper or accepting someone’s invitation to look into, say, the sticky maw of a xenomorph egg that just opened (the latter actually happens in “Covenant”).”

Aber nun zum Hauptpreis…

Eines muss man vorweg festhalten, das Vorhaben von Ridley Scott, nach dem bescheidenen Prometheus-Experiment, ein wenig mehr auf die Alien-Fans einzugehen und deren Wünsche zu erfüllen ist gelungen. Denn nachdem man sich Alien Covenant angesehen hat, erscheint einem Prometheus gar nicht mehr so schlimm. Folglich alles richtig gemacht.

An dieser Stelle SPOILER-ALARM!

Ein kleines Retro-Gimmick direkt zu Beginn, der Titel von Alien Covenant erscheint in guter, alter Alien-Manier auf dem Bildschirm und ein kleiner Lichtpunkt rast durchs All. Auch, wenn es sich bei diesem Lichtpunkt um das Raumschiff Covenant handelt, konnte ich doch nicht widerstehen, mir bei Beobachtung dieser „Sternschnuppe“ zu wünschen, der Film möge gut sein. Vorweg will ich so viel verraten: Mein nächster Wunsch war, den Saal zu verlassen, um „mich mal frisch zu machen“.

Die Ausgangssituation

Der Schiffsandroid Walter (Michael Fassbender) ist gerade dabei die Stammbesatzung des Schiffs in ihren Hyperschlafkapseln zu kontrollieren. Bedeutet, er prüft, ob die Vitalfunktionen noch im Normalbereich sind. Warum er das manuell tun muss und der Schiffscomputer das nicht überwacht hat sich mir mal wieder nicht erschließen können aber im Laufe des Films schien mir der Schiffscomputer „Mutter“ sowieso weniger kompetent, als mein alter Nintendo. Und so schwebt die Covenant in Richtung Zielplanet, der noch über sieben Jahre entfernt ist, bis ein Plasmasturm das Sonnensegel beim Batterieaufladeprozess beschädigt und die Kolonisten an Bord ordentlich durchgeschüttelt werden. Dies führt dazu, dass die Schiffsbesatzung vorzeitig aus dem Schlaf geweckt wird und sich an die Reparatur des Schiffs machen muss.

Da gute Schauspieler in Science-Fiction-Filmen ja glücklicherweise keine Mangelware sind, kann Kapitän Branson (alias James Franco) sich dann auch direkt noch in der Hyperschlafkapsel dem reinigenden Feuertod hingeben. Eine typische Ridley Scott „oh mein Gott, wie schrecklich so zu sterben“-Szene, die ich an dieser Stelle sogar als einen der Höhepunkte des Films bezeichnen möchte. Die Ehefrau des Kapitäns, Daniels (Katherin Waterston), darf sich das Ganze auch aus nächster Nähe ansehen. Ein solch traumatisches Erlebnis hätte natürlich jeden ein wenig aus der Bahn geworfen. Aber genau wie für den Lebenszyklus der Aliens hat der Film auch hierfür nicht viel Zeit. Überhaupt pfeift der Film komplett darauf Charaktere zu vertiefen. In einem der Trailer wurde die Crew immerhin noch fünf Minuten beim gemütlichen Beisammensein ein wenig näher vorgestellt aber das braucht im Kino ja niemand. Hauptsache es rumst ordentlich in den ersten zehn Minuten, Menschen verbrennen und andere erbrechen sich derweil in durchsichtige Behälter. Ein Fest für die Sinne. Also was solls, die Show muss weitergehen.

Der neu gebackene Ersatzkapitän wird als „Gläubiger“ betitelt … whatever that means. Bei der Reparatur des Sonnensegels empfängt der Pilot Tennessee dann plötzlich IN SEINEM RAUMANZUG (!) ein Hologramm. Komische blaue Flirrlichter und eine vermeintlich menschliche Stimme. Ebenjener Tennessee, dessen Name in den ersten zehn Minuten schon so oft fällt, dass man genau weiß – der überlebt bis zum Schluss, hört dann auch gleich das Lied „Sweet Home Alabama“ aus dem Funksignal heraus. Warum die Covenant dieses Signal nicht empfangen hat ist auch schnell erklärt, denn sämtliche Funksignale scheinen gefiltert und abgeblockt zu werden … wie man das im Weltraum eben tut. Die Quelle ist auch schnell ausgemacht. Ein Planet in unmittelbarer Nähe, der auch noch bewohnbar scheint. Ein „perfekter Planet, um ein neues Leben aufzubauen“. Und da niemand mehr in die Schlafkapseln zurückgehen möchte beschließt unser neuer Kapitän auch direkt, dass man eine Erkundungsmission zu diesem Planeten unternehmen sollte.

CinemaSins:
Und das ist dann auch die Stelle, an der mir der Charakter Daniels sehr sympathisch wurde, denn sie wäre perfekt dafür geeignet Kinosünden aufzudecken. Sie stellt den Kapitän zur Rede, da er die gesamte Mission gefährdet und das Leben der Crew. Sie fragt sogar, ob das „eine gute Idee wäre“. NATÜRLICH NICHT! Jeder weiß das. Nur der Rest der Crew nicht. Also setzen wir diese vermutlich finanziell eher günstige Weltraummission, mit den unwichtigen Menschen an Bord einem unberechenbaren Risiko aus. Alles kein Thema.

Hier die passende, musikalische Begleitung.

Ein Quiz zum Mitraten:
Meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zum Covenant-Quiz, in dem Sie eine 50/50-Chance haben, zu überleben oder als Alienfutter zu enden.

Frage 1)

Sie haben einen fremden Planeten gefunden, der bewohnbar scheint und möchten ihn gerne kolonisieren, was werden Sie tun?

a) Einen Androiden/eine Sonde/einen Roboter runterschicken, um Fauna und Flora des Planeten zu untersuchen, um eventuelle Gefahren auszuschließen, die Ihr Leben oder das Ihrer Crew gefährden würden? (1 Punkt)

b) 90 Prozent Ihrer Besatzung in das einzige Shuttle stecken und sie auf den Planeten fliegen lassen, damit sie sich selbst ein Bild davon machen können, ob sie dort unten sterben oder nicht? (0 Punkte)

Frage 2)

Ein Gewitter – oder doch eher ein Ionensturmähnliches Wölkchen – tobt gerade in der oberen Atmosphäre des Planeten und dieses könnte sowohl Ihr Landeshuttle auseinanderbrechen lassen, als auch den Funkkontakt zum Mutterschiff unterbinden. Was würden Sie tun?

a) Ihre Crew schnellstmöglich mit dem Shuttle starten lassen, denn nur wer wagt, gewinnt? (0 Punkte)

b) Eventuell noch ein paar Stunden/Tage warten, bis der Sturm sich gelegt hat, denn ob Sie jetzt noch sieben Jahre zu ihrem eigentlichen Zielplaneten fliegen oder zwei Tage auf das Ende eines Sturms warten, bringt sie auch nicht dazu zu einem irren Massenmörder mit Platzangst auf ihrem Raumschiff zu mutieren. (1 Punkt)

Frage 3)

Sie landen entgegen aller Vernunft auf einem fremden Planeten, der ihres Wissens nicht von Menschen bevölkert ist, was werden Sie tun, bevor Sie aus ihrem Shuttle aussteigen?

a) Ich ziehe meinen Helm auf und nehme zunächst einmal, direkt am Lande-Ort Proben, um die Umwelt zu analysieren und Gefahren für das Immunsystem auszuschließen? (1 Punkt)

b) Sie waren noch nie auf einer Auslandsreise auf dem Planet Erde und mussten sich nie impfen lassen, weil es auf einem anderen Kontinent keine anderen Krankheiten gibt, als in ihrem Heimatland. Darüber hinaus haben Sie nie Krieg der Welten gesehen und können somit unmöglich wissen, dass fremde Ökosysteme auch Gefahren auf mikrobiologischer Basis bereithalten können, also verzichten Sie auf den Helm und schnallen sich stattdessen die Selfiekamera direkt auf den Rücken, um Ihren Kopf besser in Szene setzen zu können und machen den ersten großen Schritt für die Menschh—Mikroorganismen. (0 Punkte)

Frage 4)

Sie haben gerade einen großen, unüberlegten Schritt zur vollkommenen Selbstaufgabe auf einem fremden Planeten gemacht und bewegen sich in einer Gruppe in Richtung eines fremden Funksignals und beschließen nach zehnminütiger, intensiver Erforschung der Umgebung:

a) Dass Sie besser dicht zusammenbleiben sollten, denn man weiß nie, was sich hinter dem nächsten Busch verbirgt. (1 Punkt)

b) Dass Sie sich besser aufteilen sollten, um gemeinsam mit einem anderen Crewmitglied irgendwo im Dickicht an einem von Ihnen wahllos ausgewählten Ort Bodenproben zu nehmen. Dabei ist Ihnen das Glück noch hold, denn entgegen Ihres ersten Vorhabens, gibt Ihnen der militärische Leiter eine Begleitung mit an die Hand, die Ihrer statt als erstes Opfer herhalten kann. (0 Punkte)

Frage 5)

Sie sind auf einem fremden Planeten unterwegs und sammeln gerade mit einem Crewmitglied Bodenproben, als Sie sich bei einer kurzen Raucherpause auf eine fremde Spore stellen und unverhofft mit einem fremden Organismus infiziert werden. Ihnen wird sehr schlecht und sie können sich kaum noch auf den Beinen halten, weil Sie langsam aber sicher merken, dass irgendetwas ihre Eingeweide heftig durcheinanderschüttelt, was werden Sie tun?

a) Sie werden Ihre Begleitung direkt über ihren Gesundheitszustand informieren, danach ihre Kameraden via Funk kontaktieren und sich schnellstmöglich zurück zum Shuttle machen? (1 Punkt)

b) Sie warten, bis Ihre Kameradin fertig ist mit Dreck sammeln und antworten auf die Frage: „Geht’s Ihnen nicht gut?“ mit „Alles in Ordnung!“, bevor Sie leichenblass ganz gemütlich Ihren Weg zurück zum Shuttle fortsetzen und Sie schließlich so schwach sind, dass Sie nicht mehr gehen können, denn Sie haben natürlich richtig erkannt, dass echte Indianer keinen Schmerz kennen und Sie sich daher dem Klischee gesunder Männlichkeit aufopferungsvoll hingeben müssen. (0 Punkte)

Frage 6)

Als Shuttlepilotin hat man Sie zurückgelassen und dann schleppt auch noch die Drecksammlerin der Crew einen leichenblassen, halbtoten Idioten an, den Sie zu allem Elend erstversorgen sollen. Nachdem Sie von einer aufplatzenden Wunde mit dem Blut des Opfers im Gesicht getroffen wurden, beschließen Sie:

a) Dass es das Beste wäre, den Infizierten in einem Raum zu isolieren und sich und ihre Kameradin vorerst in einem anderen Raum in Sicherheit zu bringen, bzw. zu desinfizieren. Das Wichtigste: Sie bewahren Ruhe und einen kühlen Kopf. (1 Punkt)

b) Dass Sie zwar diejenige sind, die das Blut des Opfers geschluckt hat, jedoch Ihre Kameradin mit großer Wahrscheinlichkeit die alleinige Infizierte ist und Sie diese, wie auch den halbtoten Kameraden besser von sich abschirmen und in der Krankenstation einschließen sollten. Dabei rasten Sie KOMPLETT AUS! (0 Punkte)

Frage 7)

Nun haben Sie also vermutlich die einzig vernünftige Entscheidung getroffen und die beiden Opfer in der Krankenstation eingesperrt. Dabei beobachten Sie, wie ein Tier aus dem Rücken des infizierten Crewmitglieds schlüpft. Als schlauer Überlebenskünstler bleibt Ihnen natürlich nur noch eines zu tun:

a) Sie befreien Ihre eingeschlossene Kameradin und warten, bis der Rest der Crew wieder zurück ist und Ihnen helfen kann, die Situation zu bewältigen. (1 Punkt)

b) Sie warten, bis Ihre Kameradin von dem Alien zerfleischt wurde und stürmen dann, mit einem Gewehr bewaffnet die Krankenstation, rutschen auf der Blutlache aus und erschießen … die Deckenbeleuchtung. Bei der überstürzten Flucht vor diesem peinlichen Fauxpas, den hoffentlich niemand gesehen hat, kehren Sie zu Ihrem ursprünglichen Plan zurück und schließen das Alien wieder in der Krankenstation ein, wobei Sie sich leider den Fuß in der Stahltür einklemmen. Auf Ihrer Flucht werden Sie dann vom Alien verfolgt und ballern wild um sich, treffen jedoch nur die Gasleitung des Schiffs und sprengen damit das Shuttle in die Luft. Dies ist natürlich ein glücklicher Zufall, da es nun auch keine Zeugen Ihrer kleinen Slapstick-Nummer gibt und Sie sich nicht vor den Anderen schämen müssen. (0 Punkte)

Frage 8)

Sie sind Teil des Sicherheitsteams einer Außenmission auf einem fremden Planeten und finden ein fremdes Raumschiff, das eindeutig nicht menschlichen Ursprungs ist. An der Felswand unter dem Raumschiff entdecken Sie einige pilzartige Eier, die offenbar Sporen aussondern, was werden Sie tun?

a) Als Teil des Sicherheitsteams werden Sie natürlich alle Protokolle befolgen, sich von den Sporen fernhalten und Ihre Crewmitglieder warnen/informieren. (1 Punkt)

b) Sie hat der Abenteuergeist gepackt und kurzerhand beschließen Sie, die Spore näher zu untersuchen. Also halten sie ihr Gesicht ganz nahe ran und drücken auf der Spore, wie auf einem Blasebalg herum, sodass es den Sporen leichter gelingt, in Ihre Nase einzudringen und Sie zu infizieren. (0 Punkte)

Frage 9)

Als Kapitän eines Schiffes und Leiter einer nicht geplanten Außenmission empfangen Sie plötzlich einen Funkspruch Ihrer Frau. Sie war gerade beim Drecksammeln, als ihre Begleitung erkrankte. Sie ist zurück zum Shuttle geeilt. Das nächste, das Sie hören, sind Hilferufe über Funkt. Was werden Sie tun?

a) Die Beine in die Hand nehmen und schnellstmöglich zum Shuttle zurückkehren, um Ihrer Frau und Ihrer Crew zu helfen. (1 Punkt)

b) Sie sagen Ihrer Frau über Funk, dass Sie ja gleich da sind und sagen sich selbst: Das wird schon nicht so schlimm sein, die Alte übertreibt eh immer und spazieren gemütlich, mit ihrem leichenblassen Mitglied des Sicherheitsteams unter dem Arm weiter und genießen die Aussicht, denn Sie wissen ganz genau: In der Eile passieren die meisten Fehler. Darüber hinaus sind Sie ja tiefgläubig und Gott wird es schon für Sie richten. (0 Punkte)

Frage 10)

Ein fremder Android hat Sie gerade vor zwei Alienwesen gerettet und führt Sie in eine finstere Ruinenstadt. Dabei versichert er Ihnen, dass Sie hier vollkommen sicher sind. Was werden Sie als nächstes tun?

a) Sie glauben dem fremden, gruseligen Androiden und entspannen sich erst einmal. Anschließend teilen sie der restlichen Mannschaft Ihren nächsten Schritt mit, der da lautet: „Ich geh mich mal frisch machen.“ Danach entfernen Sie sich alleine von der Crew und suchen sich im finsteren Gewirr der Gänge ein Wasserloch, in das Sie Ihren Kopf tauchen können, den Ihnen natürlich ein Alien abbeißt, das sie von draußen verfolgt hat. (0 Punkte)

b) Sie bleiben nahe beieinander und zwar solange, bis das Rettungsshuttle Sie aus dieser Hölle befreit. (1 Punkt)

Frage 11)

Als Kapitän haben Sie gerade Ihre Frau in einem explodierten Shuttle verloren und hocken nun mit ihren restlichen Crewmitgliedern in einer dunklen Androiden-Höhle fest. Nach einer Weile stellen Sie fest, dass Ihre „ich geh mich mal frisch machen“-Freundin nicht mehr zurückkommt, was werden Sie tun?

a) Sie vermuten absolut richtig, dass die Frische-Lady umgekommen ist, scharen ihre restlichen Crewmitglieder um sich und warten dann endlich, dass das Rettungsshuttle kommt. (1 Punkt)

b) Sie sind natürlich der absolut schlauste Kopf der Clique und da Sie auf Gott vertrauen kann Ihnen sowieso nichts passieren. Also machen Sie einen auf lockeren, frisch verwitweten Singleman und entfernen sich lässig ALLEINE und machen sich auf den Weg, um das „verlorene Schäfchen“ wieder einzusammeln. Denn Sie haben von Moses gelernt: Etwas aufzuteilen ist immer gut. (0 Punkte)

Frage 12)

Sie entdecken, dass Ihre Frische-Lady-Kameradin von einem Alien gefressen wurde. Über der Leiche steht der gruselige Android David und versucht offenbar mit dem Alien zu kommunizieren. Sie erschießen das Alien, entgegen Davids Wunsch und verlangen anschließend von Ihm, dass er Ihnen sein Verhalten erklären soll. Dieser willigt ein und führt Sie in eine Höhle mit Rieseneiern, dazu serviert er Ihnen den Spruch: „Sie warten noch auf etwas.“ Auf ihre Gegenfrage: „Auf was?“ bekommen Sie keine Antwort, stattdessen fordert der Android Sie auf, sich doch ein wenig weiter über das Ei zu beugen, denn es ist, so versichert er Ihnen „Vollkommen ungefährlich!“ was tun Sie?

a) Sie kennen als gläubiger Kapitän die Geschichte von Jesus und Judas und wissen, dass der Androide mit einer Affinität zu fleischfressenden Alienwesen nichts Gutes im Schilde führt und erschießen Ihn deswegen direkt mit Ihrer Waffe. Im Anschluss zerstören Sie sein Frankenstein-Labor, inklusive Rieseneier. (1 Punkt)

b) Sie wissen ganz genau, dass Androiden, die mit Aliens sprechen vollkommen harmlos sind, denn die Herstellerfirma versichert in der Gebrauchsanweisung, dass Androiden keinem Menschen etwas zuleide tun. Darüber hinaus wissen Sie auch, dass nur Androiden gefährlich sind, die wie der T1000 aus flüssigem Metall bestehen und diese von Arnold Schwarzenegger bereits in den 1980er-Jahren ausgerottet wurden. Sie beugen sich also folgsam über das Riesenei und warten gespannt ab, was passiert. (0 Punkte)

Frage 13)

Sie sind als zweiter Pilot auf dem Mutterschiff zurückgeblieben und auch sonst evolutionär nicht weit vorangekommen. Leider verhindert ein kleines Gewitter den Funkkontakt zur Bodencrew, was werden Sie also tun?

a) Warten, bis der Sturm vorüber ist und anschließend Kontakt mit der Bodencrew aufnehmen und sie retten? (1 Punkt)

b) Auch Sie sind kein Fan rationaler, logischer Entscheidungen und beschließen folgerichtig, sämtliche Sicherheitsprotokolle zu ignorieren, um Kontakt zur Bodencrew aufnehmen zu können. Sie bringen Ihr Schiff also in eine nahe Umlaufbahn und gefährden nicht nur die strukturelle Integrität des Schiffes, sondern auch das Leben von 2000 schlafenden Kolonisten an Bord. E.T. wäre stolz auf Sie, denn er hätte für eine funktionierende Funkverbindung nicht weniger getan. (0 Punkte)

Frage 14)

Endlich hat man es geschafft, ein Rettungsschiff zu schicken. Dieses wird jedoch gleich von einem Alien attackiert. Als neue Kapitanöse (©Coldmirror) hast du zwar erst deinen Mann verloren, dann dabei zugesehen, wie deine restliche Crew dahingemetzelt wurde und bist gerade nur knapp mit dem Leben davongekommen aber nun beschließt du:

a) Es diesem Alienvieh heimzuzahlen. Also schnappst du dir eine Waffe, bindest dich mit einem Karabiner an der Außenhülle des Rettungsschiffes fest und schwingst dich über den Rand, um das Alien auf der Unterseite zu erschießen. Denn nur, wer als Kind Lara Croft gespielt hat, weiß, dass man im Sprung einfach am besten trifft. Als dies nicht funktioniert beschließt du, mit Hilfe einer Fernbedienung des auf dem Rettungsschiff montierten Krans, das Alien einzufangen und mit eben diesem Kran zu zerquetschen. (0 Punkte)

b) Du gibt’s dem Piloten die Anweisung schnellstmöglich ins Weltall zu fliegen, damit das Vieh entweder an Unterkühlung oder Sauerstoffmangel stirbt. (1 Punkt)

Frage 15)

Du lebst im 22. Jahrhundert und hast dadurch natürlich auf ein klein bisschen was von den technischen Entwicklungen mitbekommen. Du weißt, dass die letzte Androiden-Generation nicht zuverlässig war und durch deinen aktuellen Schiffsandroiden ersetzt wurde. Du weißt darüber hinaus, dass die neue Generation in der Lage ist Zellen zu regenerieren, um Verletzungen und Verwundungen besser zu überstehen (Bspw. eine Flöte, die ihm in den Hals gerammt wird). Nach einem Terminator-Kampf deines Androiden mit dem gruseligen Androiden David findest du deinen vermeintlichen Schiffsandroiden Walter in seinem Quartier und siehst, dass er sich gerade eine Verletzung tackert, die sich in kürzester Zeit von selbst schließen sollte. Was wirst du tun?

a) Du erkennst, dass David Walters Platz eingenommen hat und schlägst Alarm, bzw. erschießt den irren Androiden. (1 Punkt)

b) Du hilfst deinem offensichtlich ausgetauschten Android beim Tackern, denn du bist jetzt die Schiffsmutti, die sich um alle kümmern muss. (0 Punkte)

Frage 16)

Du bist der Bordcomputer „Mutter“ und registrierst, neben den vier überlebenden Menschen auf deinem Schiff und einem Androiden ein fremdes Lebewesen auf dem Schiff. Die Kapitanöse schläft, während zwei Personen gemeinsam duschen und dabei lautstark über die Schiffslautsprecher Musik hören. Was wirst du tun?

a) Alle Türen auf dem Schiff verriegeln und das Alien davon abhalten, sich unkontrolliert auf dem Schiff zu bewegen. Darüber hinaus hast du von modernen Rundfunkeinrichtungen gelernt und weißt, dass Musik jederzeit durch einen Knopfdruck in allen Autos für Verkehrsmeldungen unterdrückt werden kann und warnst nicht nur die schlafende Kapitanöse, sondern auch die zu lauter Rockmusik duschende Crewmitglieder, indem du einfach die Musik ausschaltest. (1 Punkt)

b) Du weißt, dass du nur ein schlechterer Atari bist, der nichtmal registrieren kann, dass der Schiffsandroid ausgetauscht wurde, geschweige denn, dass eines der Crewmitglieder mit einem fremden Organismus infiziert war. Als dieser Organismus ausbricht holst du das Beste aus deinen beschränkten Fähigkeiten raus und beorderst die schlafende Kapitanöse in minimaler Lautstärke zur Krankenstation, auch, wenn es Stunden dauert, bis sie aufwacht. (0 Punkte)

Frage 17)

Ein mörderisches und vor allem schnell wachsendes Alien befindet sich an Bord deines Schiffes. Durch einen Lara Croft’chen Kran-Zufall hast du herausgefunden, dass das Alien Säure als Blut besitzt. Die Säure war zwar nicht stark genug, den Kran komplett aufzulösen aber man weiß ja nie, ob die Schiffshülle nicht dünner, als ein Kran-Kopf ist. Also beschließt du …

a) Das Alien durch schließen der einzelnen Verbindungstüren in eine Schleuse zu locken, um es ins Weltall hinauszuschleudern. (1 Punkt)

b) Das Alien in den nächsten Hangar zu locken, wo du als Köder fungierst, um es ins Führerhäuschen eines Baggers zu bugsieren und samt dem Bagger ins Weltall hinauszuschieben. (0 Punkte)

Zusatzfrage:

Du bist Konstrukteur eines Raumschiffst und planst die einzelnen Räume. Wirst du …

a) Die Schiffsdusche mit einem Lamellenvorhang ausstatten, der an eine Fleischerei erinnert und die Feuchtigkeit der Dusche nicht davon abhalten wird, sich in den angrenzenden Räumen auszubreiten. (0 Punkte)

b) Die Schiffsdusche mit einer Stinknormalen Eisentür ausstatten, wie alle anderen Räume des Schiffst, denn für den Fall, dass es zu einem unvorhergesehenen Unfall kommt, muss auch der Duschraum verriegelbar sein. (1 Punkt)

18 Punkte könnten Sie haben und damit überleben. Die Crew im Film hat leider null Punkte. Mehr kann man dem Film auch nicht geben. Es ist schon erstaunlich, dass die Trailer zum Film mehr charakterliche Tiefe verbreiten, als 120 Minuten Spielzeit.

Freuen wir uns mal auf den nächsten und hoffentlich letzten Prequel-Teil.

  • DerBesserwisser

    Ohne den Film gesehen zu haben, und damit zu “wissen” ob die Charaktere in Alien Covenant sich dämlich verhalten, würde mich mal interessieren, inwieweit sich die Figuren in den vorangegangen Filmen ” tremendously stupid” verhalten (den Whedon-Nachklapp mal ausgenommen, der war auch sonst eher schwer “verdaubar) ?

  • v22i

    Das war klar dass dir dieser Film gefallen hat.

    Covenant hat sogar das Kunststück geschafft in allem schlechter zu sein als Alien 4, ausser Visuals.

  • Koffernant

    Scott hat die Kritik an Prometheus vollkommen fehlinterpretiert. Am Ende von Covenant noch ein Alien oder mehrere (ohne jeglichen funktionierenden Horror) und eine belanglose Actionszene reinzukloppen, das ist nun wirklich das uninspirierteste was man machen kann. Vorallem aber funktionieren die Szenen nicht.

    Was die Albino “Neomorphs” zur Geschichte beitragen sollen bleibt schleierhaft. sie fügen nichts Wesentliches hinzu. Sind nur anders.

    Gänzlich lächerlich macht sich Covenant aber dann wenn er glaubt etwas mit Tiefe im Film zu erzählen.

    Aber immerhin, die brennenste Frage aus Prometheus wird geklärt: Wie spielt man eigentlich Blockflöte?

    Covenant ist eine Gurke gigantischen Ausmaßes, die zurecht floppt.

    Covenant ist alles schlechte von Episode I, II, III und Rogue One in einem Alien Prequel.

  • pauliborn

    Prometheus war das streckenweise schon schlimm mit dem Verhalten der
    Leute (oh eine Wurmschlange… na du bist aber ein lieber, komm her….
    aaaargh mein Arm!) aber Covenant toppt das wirklich durchgehend. Und das
    mit einem Schiff VOLL mit schlafenden Kolonisten für die die Crew quasi
    durchgehend ungefragt Bauchentscheidungen trifft. Wow. Und klar,
    Alien/Horror, da müssen gewisse Sachen geschehen damit die Kacke so
    richtig ins Dampfen gerät, aber ich kann mir einfach nicht erklären
    warum Scott (oder wer immer da die Vorlage lieferte) nicht einfach
    offensichtliche Alternativen gewählt hat. Ich bin kein Freund von “Ich
    hätte” aber echt…
    Einfach den Planeten betreten in einem (der
    genial designten) Raumanzüge. Sich zumindest “gefühlt” vernünftig
    verhalten. Auf eine Pflanze treten, Sporen fliegen hoch, geraten in
    einen Filter, werden dort zerstört, einige kommen aber weiter und
    weiter… 1-2 erreichen das innere des Helms und so ihren Wirt. Hey das
    is sogar passenderweise ein klein bischen wie beim schwängern. Ein
    Spermium setzt sich durch und erreicht die Eizelle. Und zeigt auch
    diesen Horror das bei aller unserer Vorbereitung und unserer Technik etc
    wir trotzdem unterlegen sind. Ohne es zu wissen. Die Szene hätte weder
    höheren Aufwand noch mehr Zeit benötigt. Und hätte man mehrere Szenen
    dementsprechend angepasst würde der Film auch das Gefühl hinterlassen
    das man selber als normaler Nichtwissenschaftlerastronaut ohne Technik
    den Biestern so weit mehr unterlegen wäre als dieses Team das trotz
    aller Maßnahmen elendig verreckt ist. So siegt wieder das Gefühl “Gott
    dammit, die sind so scheisse die haben es wirklich verdient so zu
    verrecken, hätte aber gerne schneller gehen können”.
    Was die
    Fiebertraumtheorie angeht… also echt jetzt, wenn ich sowas so träumen
    würde würde ich hoffen aufzuwachen, nicht wegen der Aliens sondern weil
    ich mich in Grund und Boden schäme wegen meines Verhaltens.

    Und
    das ist schade. Prometheus und Covenant sehen toll aus, Leute blubbern
    über CGI Aliens, aber mir ist vor allem bei Covenant aufgefallen das für
    diesen Film unheimlich viel per Hand gemacht wurde und CGI nur ein
    weiterer Teil des Films ist. Der Kern des Casts ist wirklich toll und
    die Idee der David/Fassbendertrillogie ist super. Für mich persönlich
    war der Film im Kino leider schmerzhaft und hätte ich das vorher gewusst
    hätte ich vielleicht irgendwo Gras auftreiben müssen um mich vorher
    fürchterlich abzuschiessen. Aber ich hab da mehr von Scott erwartet und bin entsprechend aufgeschlossen und nüchtern an den Film rangegangen.
    Werde ihn trotzdem für zuhause besorgen, für mich gibts da kein Argument
    von wegen “kein Applaus für…” denn man sieht dem Film an das man sich
    wirklich Mühe gegeben hat und nicht nur Cash einstreichen wollte. Ging
    halt nur schief. Als Film zum nebenbei gucken taugt er, wie Prometheus,
    aber super (merke: Ob etwas rewatchable ist hängt nicht zwingend mit der
    Qualität des Films zusammen).
    Ich bin übehaupt kein Fan gewesen von
    zum Glück eingestellten Alien 2.5. Gott sei Dank, Alien 3 ist quasi die
    Quintessenz des Universums die da aussagt: In dieser Zukunft besiegt
    man als Marine lauter Aliens, rettet zusammen mit der eigentlich schon
    heimgekehrten Beraterin das kleine einsame Mädchen und verreckt dann mit
    dem Kind ohne eigenes Zutun im Schlaf. Punkt. Richtig schön scheisse.
    Dieses Asi-Universum schafft Scott jetzt eigentlich ganz gut zu treffen,
    fehlt nur noch eine nachvollziehbare Geschichte.

  • Thanks, hun.

  • Niemand disst Rogue One auf diesem Blog.

  • pauliborn

    was war an meinem Kommentar jetzt so wild? oder is er im Äther des WordPressuploads verreckt?

  • ??? Nix gelöscht.

    Vor einiger Zeit habe ich mal die Restriktion ausgeschaltet, dass Disqus-Kommentare mit Links erst freigeschaltet werden müssen. Das war der einzige Grund, weshalb Kommentare manchmal nicht angezeigt wurden. Ansonsten lösche ich so gut wie nie was, sicherlich etwas, das du unter diesen Post schreiben könntest.

  • pauliborn

    dann lags vielleicht an unserem beschissenem 1&1 Netz der letzten Tage. Hatte einen Text zum Thema verfasst aber der stammte ausm Kopf und war entsprechend verschachtelt und lang :) das krieg ich nicht mehr hin. Fasse zusammen: Film schlimm im Kino, sehr dumme Menschen. Zum kotzen gemessen an Erwartung. Extrem rewatchable. (wie auch schon prometheus… tolle arbeiten am set) passend zu alien 1-3. viel gewollt nur leider ätzender storystrang. wenn man an klassiker will kann man sich auch die mühe machen nicht so einen peinlichen fiebertraumkram abzuliefern. gute story is kein hexenwerk.

  • Horst E Motor

    Es tut nicht viel zur Sache oder verbessert etwas, aber das empfangene Lied ist “Country Roads” nicht “Sweet Home Alabama”. Ansonsten ist das alles leider ziemlich wahr. Wenn die Dinger nur nicht immer so gut aussehen würden und Fassbender zumindest einen Teil retten würde…