Meine Filmhighlights 2017

05 Jan, 2017 · Sascha · Film

15. Split (Start: 26. Januar 2017)

Ich liebe M. Night Shyamalan und werde all seine bisherigen Filme bis auf den Tod verteidigen. Split sieht ziemlich großartig aus, nicht nur wegen der Performance von James McAvoy. Shyamalan operiert am Besten, wenn er eine solide Idee nimmt und sie mit relativ begrenzten Mitteln oder in einem begrenzten Rahmen erzählt. Das scheint Split zu gelingen. Ich bin gespannt auf den Twist.

14. The Discovery (Start: unbekannt)

Charlie McDowell hat mich 2013 mit seinem Regiedebüt The One I Love ziemlich geflasht und, ohne mehr verraten zu wollen, zwei Genre vermischt, die sonst nicht wirklich gut miteinander funktionieren. Im Kern erörtete er Reaktionen auf eine übernatürliche Entwicklung innerhalb einer Beziehung und fragte, wie die Figuren darauf reagieren würden. Der Reiz bestand auch darin, dass man sich sehr leicht die Frage selbst stellen und zu überraschenden Antworten gelangen konnte. The Discovery hat eine ebenfalls übernatürliche Prämisse: Das Leben nach dem Tod wird wissenschaftlich bewiesen, was zu einer Welle an Selbstmorden führt. Der Film begleitet eine Truppe aus Lebenden (Rooney Mara, Jason Segel, Jesse Plemons, Riley Keough und Robert Redford) bei der Frage, ob sie sich nicht vielleicht doch umbringen sollten. Das klingt sehr spannend und könnte zu ebenfalls großartigen Resultaten wie The One I Love führen.

13. Song to Song (25. Mai 2017)

Der geheimnisumwitterte Film Song To Song wird uns Rooney Mara, Ryan Gosling, Michael Fassbender, Christian Bale, Cate Blanchett, Haley Bennett, Natalie Portman, Val Kilmer, Benicio Del Toro und Holly Hunter unter der Regie von Terrence Malick zeigen. Die Film wird anscheinend auf dem Austin City Limits Festival spielen, über die Geschichte ist nicht mehr bekannt. Die Red Hot Chili Peppers sollen aber auch mit dabei sein. Eyooo! Klingt alles ziemlich weird, aber da ich Malicks Filme liebe, werde ich auch hier bestimmt nicht enttäuscht werden; Emmanuel Lubezki übernimmt auch wieder die Kamera und er wird sicherlich erneut für himmlische Bilder sorgen, halleluja! Der Gegensatz aus ausgelassener Feierei bei Konzerten und Malicks christlich angehauchten Naturgemälden finde ich schon jetzt ziemlich spannend.

12. Personal Shopper (19. Januar 2017)

Ich mag Olivier Assayas, ich mag Kristen Stewart und ich liebte Kristen Stewart in Olivier Assayas’ Clouds of Sils Maria. Jetzt assistiert sie in Personal Shopper reichen Menschen und textet mit Geistern. Dabei!

11. Baby Driver (31. August 2017)

Es ist kaum zu glauben, aber wenn Baby Driver in diesem Sommer in den Kinos anlaufen wird, werden wieder vier Jahre seit Edgar Wrights letztem Film vergangen sein. Er scheint seinen Zwiespalt mit Marvel aber gut überwunden zu haben und widmete sich nun wieder seinem eigenen Material, das ich ohnehin viel spannender und besser finde. Wright hat bis jetzt noch einen schlechten Film zu drehen und Baby Driver (ein schief gegangener Diebstahl mit mehreren Stars) scheint genau die Verbindung aus Action-Comedy zu sein, für die Wright geliebt wird.

10. Dunkirk (27. Juli 2017)

Ich kann nicht genau sagen wieso, aber ich finde Dunkirk nicht wirklich spannend oder beeindruckend. Wahrscheinlich werde ich meine Worte im Juli dann zurücknehmen, aber nachdem Nolan so tolle Science-Fiction gemacht hat, hätte ich mir einfach noch mehr gewünscht. Im Grunde jedoch ist jeder Nolan-Film aus Prinzip ein Highlight für Filmfans, seine praktische Herangehensweise und sein Gefühl für Großes dürften sich schon mit dieser realen Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg gut vermischen.

9. The Killing of a Sacred Deer (Start: unbekannt)

Giorgos Lanthimos macht nach The Lobster wieder mehr was wie Dogtooth: Colin Farrell, der erneut die Hauptrolle mimt, nimmt einen sorgenschweren Teenager bei sich auf. Dies vermischt sich nicht gut mit seiner eigenen Familie, die schon genug Probleme hat. Viel mehr ist noch nicht bekannt, aber einige Details deuten auf eine bitterböse, schwarze Komödie mit blutigem Ausgang an. Ick freu mir!

8. Logan (2. März 2017)

Ryan Reynolds verspricht schon Oscar-Chancen für Logan, die Filmfans vom Butt-Numb-athon verliebten sich in die ersten 40 Minuten und dieser Trailer – ja, der Hype ist groß und nicht unberechtigt. Logan könnte vielleicht tatsächlich dem altgewordenen Superheldengenre etwas Neues abgewinnen und viele begeistern. Ich drücke beide Daumen, dass wir nicht bitter enttäuscht werden.

7. The Masterpiece (Start: unbekannt)

The Room ist der schlechteste Film aller Zeiten. Er ist das i-Tüpfelchen der Königsdisziplin des Trashs. Ich persönlich habe nichts an gewöhnlichem Trash. Eben solche Filme, die sich ihrer schlechten Drehbücher und Produktionsqualität bewusst, dies eventuell noch ironisch kommentieren. Nein, Trash muss hoch zielen und noch tiefer fallen. Und genau da wären wir bei Tommy Wiseau, der vielleicht oder vielleicht auch nicht ein Vampir ist. Tommy Wiseaus The Room ist legendär und Schauspieler Greg “Oh, hi Mark!” Sesteros Buch über die Produktion des Films soll nun als Quelle für eine Mockumentary dienen. James Franco und seine Ganjabande verfilmen das Teil und ich habe relativ große Hoffnungen, dass man mit dem Film die Komödie des Jahres abliefert – und nicht den Mythos um Tommy und The Room zerstört.

6. Valerian and the City of a Thousand Planets (20. Juli 2017)

Ich habe die Veröffentlichung des Trailers verpasst im Blog zu besprechen, aber auch ich fand den ersten Einblick in den neuen Science-Fiction-Film von Luc Besson aufregend. Nicht nur, weil – ja – der Film Bessons Klassiker The Fifth Element ähnelt, sondern weil er so ziemlich der erste Film ist, der den sehr individuellen Look der frankobelgischen Comics auf die Leinwand zaubert, den ich seit Jahrzehnten so verehre. Valerian sieht spannend und spaßig aus und hat keine Angst weird zu werden. Ich hege große Hoffnungen.

5. La La Land (12. Januar 2017)

Ryan Gosling. Emma Stone. Damien Chazelle. Mehr müsste ich eigentlich gar nicht wissen – und dann gibt es trotzdem diesen wunderschönen Trailer, der schlicht delightful ist. Ja, kein deutsche Wort kommt dem Gefühl so wirklich nahe, das ich beim Schauen verspüre. Ich bin jetzt schon ein bisschen verliebt.

4. Blade Runner 2049 (5. Oktober 2017)

Wir hier bei PewPewPew (also ich) lieben Blade Runner. Ich bin zwar immer noch nicht der Ansicht, dass es eine gute Idee ist, das Mysterium um Deckards Existenz aufzuklären (oder auch nur irgendwie weiter zu erörtern. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob sich Scott vollends bewusst ist, welch großartiges Kinomysterium er da tatsächlich geschaffen hat, da er sich ja sehr sicher ist, dass Deckard ein Replicant ist), aber wer kann bei dem involvierten Talent nicht gehypet sein?

3. God Particle / Cloverfield 3 (Start: unbekannt)

Ehemals God Particle, nun der dritte Teil der Cloverfield-Anthologie. Ursprüngliche Gerüchte besagen, dass der Film von Astronauten auf einer Raumstation erzählt, die nach einem schief gegangenen Experiment beobachten müssen, wie die Erde in einem schwarzen Loch verschwindet. Anscheinend soll es aber auch um parallele Dimensionen gehen und vielleicht könnte man neben einer schönen Story hier auch einige Punkte des Cloverfield-Universums zusammenführen. Muss man aber nicht.

2. Annihilation (Start: unbekannt)

Jeff VanderMeers Buch über eine Biologin, die ihren Mann in einer mysteriösen “Area X” suchen geht, in der die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt werden, fand ich enorm spannend. Leider habe ich es aber nicht zu Ende gelesen. Interessiert hat es mich aber trotzdem immer noch. Daher freue ich mich, dass mit Alex Garland mein Lieblingsdrehbuchautor sich dem Stoff verschrieben hat. Garland hat noch keinen schlechten Film gemacht und mit seinem Regiedebüt Ex Machina vor zwei Jahren völlig zu Recht für Furore gesorgt. Annihilation und Garland, das passt für mich wie die Faust aufs Auge. Dazu hat er sich Natalie Portman, Jennifer Jason Leigh, Gina Rodriguez, Tessa Thompson und Oscar Isaac geschnappt, um den Stoff zu verfilmen. Sein DP von Ex Machina ist ebenfalls wieder mit an Bord. Hype!

1. Mute (Start: unbekannt)

Der Fakt, dass ich seit 2009 über diesen Film schreibe, sagt eigentlich alles.

Und sonst noch (in absteigender Reihenfolge): Elle, Thor: Ragnarok, The Lost City of Z, Guardians of the Galaxy 2, The Belko Experiment, Ghost in the Shell, T2 Trainspotting, Downsizing, Okja, Happy End, War for the Planet of the Apes, John Wick: Chapter 2, The Circle, The Red Turtle, Moonlight, 20th Century Women, Silence, The Beguiled, Ghost in the Shell, Alien: Covenant, Spider-Man: Homecoming, Kong: Skull Island, Logan Lucky, Get Out

Highlights aus dem letzten Jahr, jedoch nach 2017 verschoben: The Modern Ocean, Voyage of Time

Flop-Vorhersage: Power Rangers, Star Wars: Episode VIII, Justice League, Wonder Woman, Beauty and the Beast, The Dark Tower

  • DerBesserwisser

    “Doppelte” Vorfreude auf Ghost in the Shell ?
    Beauty and the Beast wird ein Flop ? Nicht das mich der Film auch nur ansatzweise interessiert, aber Disney wird doch sicher ziehen ?

  • Pingback: Filmforum Bremen » Das Bloggen der Anderen (09-01-17)()

  • Stepnwolf

    Schön, jemanden zu lesen, der mal Kristen Stewart nicht nur negativ sieht. Auf “Personal Shopper” bin ich auch schon gespannt…

  • Stewart hat doch schon vor Jahren ihren Imagewechsel vollzogen :)

  • Jo, Fehler halt. Danke.
    Flop heißt halt eben nicht nur finanziell erfolgreich, ne. Einfach ein Flop für mich im Kino.

  • Tiger

    “Ich liebe M. Night Shyamalan und werde all seine bisherigen Filme bis auf den Tod verteidigen.”

    Even The last Airbender? No, man. Just no.

  • Doch, der hatte schöne Momente!