Meine Top 10 Movie Art 2016

27 Dec, 2016 · Sascha · Film,Kunst,Personal

Wie in den Jahren zuvor möchte ich auch 2016 in Sachen “Movie Art” noch einmal zusammenfassen. Ich hatte dieses Jahr zum ersten Mal fast an mehr eigenen privat aufgegebenen Aufträgen teilgenommen (natürlich als Teil einer Gruppe, nicht alleine) als mir Kram von Mondo und Konsorten gekauft. Da war eher sehr viel Müll dabei, auch wenn man natürlich Diamanten finden kann. So wirklich umgehauen haben mich tatsächlich trotz des hohen Niveaus nur diese zehn Prints.

10. The Witch by Aaron Horkey

Aaron Horkey feine Strichführung kommt in diesen komprimierten JPEG-Dateien nie wirklich zur Geltung. Trotzdem kann man schon hier erkennen, wie schön der wahre Print sein muss und die Bildkomposition wird durch das Wissen um den Plot natürlich noch besser.

9. The Tree of Life by Tomer Hanuka

2016 war das Jahr von Tomer Hanuka. Ich. Liebe. Seine. Illustrationen. Leider handelt es sich bei dieser Liste jedoch um eine Ansammlung von Kunstwerken mit Filmbezug, ansonsten hätte er wohl die Top 3 sicher. Aber seine bisherigen Kooperationen mit Mondo haben mich fast alle bitter enttäuscht. Oft geschieht es, dass ein Künstler dann unter der kreativen Leitung anderer seine Vision nicht vollends umsetzen kann und irgendwie wirken alle seine Werke wie durch einen Fleischwolf gedreht. Bis auf diesen Print zu Malicks The Tree of Life. Hanuka hat bereits andere Malick-Filme mit weniger guten Resultaten getacklet. Das macht dieses Ergebnis für mich umso besonderer. Ich finde es grandios, wie er – ganz wie Malick im Film – die Alltäglichkeit des Lebens durch die magische Schönheit der göttlichen Schöpfung sieht.

8. Jaws Phantom City Creative

Ich schwöre bei der Macht, mir ist jetzt erst aufgefallen, dass das ein Hai ist. Also, ich hatte zuvor natürlich bereits, dass die Wolken eine Haiflosse ergeben, und darüber schon verdammt nochmal gebloggt, aber mir fiel gerade jetzt erst der ganze Hai auf. Der Print hätte so oder so seinen Platz hier in der Liste verdient gehabt, weil ich diese clever versteckten Sachen so mag, aber das ist schon krass. Verdammt. Jetzt brauch ich das Teil da doch noch.

7. The Force Awakens by Olly Moss

Tja, was wäre wenn? Olly Moss durfte seine legendäre Star Wars Poster-Reihe dieses Jahr nicht weiterführen, weshalb uns nur dieser phänomenale Sketch bleibt. Und natürlich diese süßen 5×5″ Figürchen.

6. Jungle Book by Daniel Danger

Leider ist die Szene im Film leider nur wenige Minuten lang, doch Danger kann die immense Größe Skas in seinem verschnörkelten Dschungel sehr schön darstellen und gleichzeitig die beängstigende Szene gut einfangen.

5. In The Mood For Love by Victo Ngai

Dieser Print fängt nicht nur die vielleicht schönste Szene des Films ein, er verkörpert auch den nostalgischen und länger anhaltenden Schmerz, den Mr. Chow und Mrs. Chan spüren werden. Die Fantasie, die die Beiden aufrecht erhalten haben, ist vorbei. Nun folgt der Schmerz. Victo Ngai hat in diesem Jahr mehrere fantastsiche Art Prints in die Welt gezaubert, aber dieser gefällt mir mit Abstand am meisten. Insbesondere die Farbpalette erscheint im wahren Leben noch einmal kräftiger.

4. Silent Running by Kilian Eng

Ein sehr ruhiger, meditativer Print. Er hängt bei mir schon seit einiger Zeit über dem Schreibtisch und ich genieße ihn sehr. Das ist die reguläre Ausgabe in grün, es gibt sie auch in blau, was ich jedoch nicht notwendig fand, da es immerhin um Protektionismus und Pflanzen geht. Da kann es nicht grün genug werden. Ich entdecke hier immer wieder und wieder kleine Details, die mich fasznieren und die gleichzeitig eine sehr beruhigende Wirkung ausstrahlen. Eng ist am besten, wenn er sich mit dem Weltall auseinandersetzt. Leider wurde sein Stil durch etliche privaten Aufträge für inzwischen gefühlt drölf Millionen Science-Fiction-Filme missbraucht, doch bei Silent Running ergibt sich sein Moebius-inspirierter Detailgrad ganz natürlich. Super schön einfach.

3. Under The Skin by Matthew Woodson

Wunderschöne Komposition. Dunkel, mysteriös, mit einem Hauch von Haut und Sex. Der Blickt folgt den Kleidern, was man zunächst sieht, ist nicht die ganze Wahrheit. Eine tolle Idee, grandios umgesetzt. Woodson hat Birth.Death.Movies. ein wirklich tolles Making Of geschildert und viele Entwürfe gezeigt.

2. Blade Runner by Karl Fitzgerald

Viele kleine Easter Eggs, doch darum geht es nicht. Ebenso wie der Plot in Blade Runner mir häufig egal ist, wenn ich den Film einlege und ihn nebenher laufen lassen. In Blade Runner geht es um eine Stimmung, um ein Gefühl, und dieser Print von Karl Fitzgerald versprüht es für mich: Nebel, Technokram, Street Level vs. Big Corp, düstere Gestalten, Neon.

1. A Clockwork Orange by Rory Kurtz

Get it? “Milch”. Dieser Print ist fantastisch. Er ist provokant, sexuell, roh, versaut, gewaltsam und am Ende einfach nur wunderschön. Und das Beste? Es ist tatsächlich ein offiziell lizensierter Print, der sogar Malcolm McDowells Ähnlichkeitsrechte zur Verfügung hatte – aber nichts mit Alex, seiner Gang oder dem Auge machte; wie all die anderen, langweiligen Prints. Kurtz gesteht, dass ihm das nicht so wirklich gelang und er etwas Originelles wagen wollte. Ich würde sagen, das ist ihm gelungen.

Der Ehrenplatz geht aber an diesen hübschen Print für Arrival.