Schnell! Summt euren Lieblingssoundtrack aus einem Marvel-Film! Hmm, joa, gar nicht so einfach, oder?

Tony Zhous neues und unglaublich gutes Video-Essay fragt am Beispiel des Marvel Cinematic Universes, wieso sich die Filmmusik in so vielen Blockbuster gleicht und einfach keine emotionale Verbindung mehr mit dem Zuschauer eingehen kann. Die Antwort liegt nahe, doch sie verblüffte mich als relativ unbewanderter Mensch in Sachen musikalischer Komposition enorm. Und wie bei so vielen Problemen, die Hollywood aktuell plagen, sind die Symptome und Gründe auch hier systematisch und man fragt sich unweigerlich, wie sich diese risikoscheue Filmfabrik jemals wieder aus ihren Fesseln befreien kann. Natürlich gibt es immer wieder Lichtblicke, aber Zhous Argumente sind nicht von der Hand zu weisen.

Zuletzt jedoch ein positiver Ausblick in die Zukunft: Michael Giacchino komponiert die Filmmusik für Doctor Strange. Vielleicht wird das ja mal was. Hier noch eine Extraversion nur mit Temp-Musik-Vergleichen:

Update! Hier noch ein zusätzliches Antwortvideo von einem Komponisten, der erklärt, wieso das alles Hans Zimmers Schuld ist.

  • DerBesserwisser

    Interessantes Video – besonderes für jemanden, der zwar keine Ahnung von Musik hat, aber hauptsächlich Soundtracks/Scores hört.
    Nur der Anfang stört mich etwas, da ich mich als Seher solchen “Befragungen” immer Frage, wie viele Aufnahmen gemacht werden mussten, bis der Author genug Material für das gewünscht Ergebnis hatte. Dafür macht das Ende dies wieder mehr wett, weil es auch das komplette Video so schön abrundet: die Musik (oder in der Fall der Text) sind eventuell gar nicht so wichtig, die Emotion, die der Interpret “reinlegt” schafft die eigentliche Verbindung zum Zuschauer.

    Noch eine OT-Frage (Keine Wertung intendiert!): Als jemand, dem Marvel-Filme (und Comics) sehr egal sind, habe ich mich gefragt, ob es eine signifikante Anzahl von Leuten gibt, die auf einen Doctor Strange – Film warten.