THE REVENANT by Andrei Tarkovsky

21 Mar, 2016 · Sascha · Film

Haben Memes einen guten Film schon einmal zerstört? Sicherlich, The Revenant ist keinesfalls ein Reinfall, weder kommerziell noch bei der Kritik. Aber ich bin froh, dass ich den Film recht früh gesehen habe, bevor sich die Diskussion kurz nach dem Kinostart nur noch um Innaritus Betteln um Anerkennung für den harten Dreh und DiCaprios Oscar drehte.

Natürlich hat die Marketingkampagne ihr Übriges dazu beigetragen, aber ich bin mir nicht sicher, ob dabei tatsächlich so übertrieben wurde, wie dies in der zynischen Reaktion oft kritisiert wurde. I mean, it’s there on the screen. Man kann natürlich nichts mit dem Film anfangen, aber man kann schlicht nicht leugnen, dass Lubezki und Iñárritu atemberaubende Bilder einer erbarmungslos schönen Natur eingefangen haben.

Und die Natur sowie die Beziehung der Figuren zu ihrer Umwelt sind so oft bei der Auseinandersetzung mit dem Film vergessen worden. Ja, DiCaprio robbt zwei Stunden durch den weg – but what does it mean?! Die Gleichgültigkeit der Natur, die Beziehung zu den Ureinwohnern und die Eroberung des Kontinents erforscht Iñárritu durch seine exzellente Regie, wie dieses Video Essay von Screencrush zeigt. Dabei hat er sich in einigen Einstellung von Andrei Tarkowski inspirieren lassen.

Und weil es thematisch gerade passt: 20th Century Fox hat auf YouTube für alle eine kostenlose Making-Of Dokumentation namens “A World Unseen” online gestellt. In dieser geht es aber nicht nur über den harten Dreh und die Suche nach Schnee in einer Welt, die immer mehr Folgen des Klimawandels spürt, sondern auch um die First Nation People und ihre Geschichte und Beziehung zum Film. Sehr sehenswert!