Androiden, die mehr Leben wollen – fast schon eine inzwischen zu abgenutzte Trope, als dass man als Science Fiction Fan noch aufhorcht. Doch David Cage und sein französisches Entwicklerteam Quantic Dream werden mit Detroit – Becoming Human versuchen, der Prämisse in Videospielform etwas Neues abzugewinnen.

Detroit wird für die Playstation 4 entwickelt und erzählt von Kara, einer Androidin, die sich aus dem Staub macht und Roy-like nach mehr im Leben sucht. Mehr als ihre Geschichte interessiert mich die Welt, die Cage hier entwirft. Androiden – überall, alltäglich. Detroit hat nach dem Ende der Automobilindustrie wohl einen erneuten Boom als Zentrum der Androidenentwicklung erfahren. Gleichzeitig darf man aber bestimmt auch die äußeren, verlassenen Randbezirke im Spiel erwarten. Für solche Kontraste hat Cave immer ein Auge.

Die Spiele von Quantic Dream wie Heavy Rain und zuletzt Beyond: The Souls sind immer wieder umstritten in der Gamingszene. Einerseits pusht das Entwicklerteam die grafischen Limits der jeweiligen Konsole, nur um dann für manche im Uncanny Valley zu landen. Andererseits kann man lange nach so gut erzählten und teils auch sehr erwachsenen Geschichten in der Spielewelt suchen.

Ich für meinen Teil bin ein großer Fan der Spiele und auch Detroit spricht mich mit seiner Thematik natürlich sofort an. Beyond: Two Souls hätte zwar auch gut und gerne eine Serie sein können, aber hin und wieder schafft Cage es Momente zu schreiben, die so nur in einem Videospiel vorkommen können. Deshalb bin ich guter Dinge, was Detroit angeht.

Vor einigen Jahren gab es von Quantic Dream auch diese Tech Demo, ebenfalls geschrieben von David Cage, die uns ein bisschen mehr Einblick in Karas Entstehungsgeschichte bietet.