Meine Filmhighlights 2015

26 Dec, 2014 · Sascha · Film,Personal

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15. Er ist wieder da (Start: 15. Oktober)

David Wnendt ist letztes Jahr etwas geschafft, was deutschen Regisseuren selten gelingt. Mit Feuchtgebiete sorgte er mit einem deutschen Film in den amerikanischen Medien für Furore und es handelte sich ausnahmsweise mal nicht um einen Kriegsfilm. Wunderbar. Das gelang ihm vor allem durch herrlich bizarre und abstoßende Bilder. Es lag aber durchaus auch am Stoff, weshalb ihm bei der Hitler-Satire Er ist wieder da ebenfalls wieder einige Aufmerksamkeit gewidmet werden wird. Timur Vermes’ Roman soll urwitzig und bitterböse sein. Ein definitives Highlight des deutschen Films 2015.

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14. A Most Violent Year (19. März) [Trailer]

Ich weiß noch nicht einmal, worum genau es in A Most Violent Year geht. Irgendwas mit Mafiosis oder so. Spielt für mich aber keine Rolle, das Talent sowohl hinter als auch vor der Kamera wird mich so oder so ins Kino locken.

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13. St. James Park (10. Dezember)

Spielberg. Hanks. ‘Nuff said.

Sea of Trees

12. Sea of Trees (Start: unbekannt)

Gus Van Sants neuer Film handelt von zwei Männern, die sich im  japanischen Aokigahara Wald aufeinander treffen, der als beliebter Ort für Selbstmorde berühmt-berücht ist. Chris Sparling (Buried) hat das Drehbuch geschrieben und die Hauptrollen werden von Matthew McConaughey, Naomi Watts und Ken Watanabe gespielt. Die VICE hatte vor einigen Jahren mal eine Dokumentation über diesen Wald gedreht, die sehr sehenswert ist.

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11. Chappie (5. März) [Trailer]

Für Neill Blomkamp steht relativ viel auf dem Spiel. Sollte Chappie scheitern, wird das nicht seine Karriere beenden und er wird weiterhin ein gefragter Regisseur sein. Doch seit Elysium trotz einem genialen Produktionsdesign, beeindruckenden Bildern sowie einer unverfrorenen Brutalität an seiner Sozialmetapher und Figuren (sowie Darsteller, Jodie Fosters Akzent verfolgt mich immer noch in meinen Alpträumen) scheiterte, muss Chappie wieder etwas mehr von dem District 9 Esprit versprühen, damit das volle Vertrauen in den Regisseur zurückkehren kann. Der Trailer verspricht eine geupdatete Gangsterversion von Nummer 5 Lebt mit Dev Patel und Die Antwoord sowie Hugh Jackman mit Vokuhila – genau sowas will ich von Blomkamp sehen.

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10. Tomorrowland (28. Mai) [Trailer]

Brad Bird gelang mit dem vierten Teil der Mission Impossible Reihe fulminant der Wechsel von Pixars Animationsfilmen zur Live Action und mit Tomorrowland darf er sich nun endlich an einer originellen Idee ausprobieren, für die er selbst die Regie bei Star Wars: Episode VII ausgeschlug. Das Drehbuch stammt von Damon Lindelof und George Clooney spielt die Hauptrolle eines Walt Disney Verschnitts. Count me in.

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9. Mad Max: Fury Road (Start: 14. Mai) [Trailer]

Einige Jahre Produktionshölle und die Rückkehr eines gealterten Regisseurs zu seinem Baby müssen nicht den Untergang oder kreativen Bankrott bedeuten. Die Trailer versprechen ein Actionmeisterwerk vom Feinsten. Hoffentlich werden wir nicht enttäuscht. Mit einem deutlichen R-Rating und einem Budget nördlich von $150 Millionen wird der Film es aber trotz seiner visuellen Wucht finanziell eher schwer haben.

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8. The Little Prince (Start: 15. Oktober) [Trailer]

Für mich ist Mark Osbornes Projekt die Entdeckung des Jahres. Ich wusste nicht, dass ein weiterer Film in Arbeit ist und bin völlig aus dem Häuschen nach dem ersten Trailer. Als Fan des Originals freue ich mich, dass Osborne (Kung Fu Panda) die Kerngeschichte im Hinblick auf die Animation sehr alternativ angeht.

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7. Everest (Start: 17. September)

Seit ich vor über einem Jahrzehnt Touching The Void sah, bin ich versessen in Bergsteigergeschichten. Ich würde den Sport zwar selbst nie ausüben, doch ich finde die Dramen und Charakteren rund um Besteigungen unendlich fasznierend. Ich verschlang ebenfalls Jon Krakauers Buch Into Thin Air über das Everest Disaster im Jahr 1996, welches Everest jetzt verfilmt. Am Drehbuch haben mir ein paar zu viele Leute rumgeschrieben und von Regisseur Baltasar Kormákur habe ich noch nichts gesehen, aber der Cast (Jake Gyllenhaal, Josh Brolin, Robin Wright, Sam Worthington und Jason Clarke) hypet mich zusätzlich.

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6. Knight of Cups (Start: unbekannt) [Trailer]

Terrence Malick ist einer meiner Lieblingsregisseure und der Trailer alleine ist schon ein kleines Meisterwerk.

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5. Ex Machina (23. April)

Ich bin ein großer Fan von Alex Garlands bisherigen Werken und Ex Machina hat zwei so gute Darsteller, die ich ebenfalls sehr gerne sehe, und eine so interessante Prämisse, dass ich mir nicht einmal die (angeblich sehr spoiler-y) Trailer angesehen haben. Opening Day!

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4. That’s What I’m Talking About (Start: unbekannt)

Ich brauchte nicht erst Boyhood um Richard Linklater endgültig zu verfallen. Ich schaue mir grundlegend alles an, was er macht. That’s What I’m Talking About, produziert von Megan Ellison (Annapurna Pictures), spielt an einem Wochenende in den Achtzigern, handelt von drei Jungs in einem Baseball College Team und soll angeblich ein spirituelles Sequel zu Dazed & Confused werden, der zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehört. Hype doesn’t even begin to describe it.

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3. The Martian (Start: 26. November)

Die Verfilmung von The Martian ist für mich so ein kleiner, wahrgewordener Traum. Ich habe das E-Book damals im amerikanischen Amazon Store von Andy Weir gekauft, der seine Geschichte über einen auf dem Mars gestrandeten Astronauten dort selbst veröffentlicht hatte. Kurz darauf konnte er seinen normalen Job kündigen, fortan als Autor arbeiten und das in der Freizeit verfasste Buch erschien mit großem Erfolg überall im Handel. Bereits damals, als ich das E-Book Seite um Seite verschlang, dachte ich mir, was für einen coolen Film man aus dem Stoff drehen könnte. Das dachte sich auch 20th Century Fox, die Drew Goddard (Cloverfield, The Cabin in the Woods) das Drehbuch schrieben ließen und nach kurzem Hickhack Ridley Scott als Regisseur engagierten. Matt Damon, Jessica Chastain, Kate Mara, Kristen Wiig, Jeff Daniels und Sebastian Stan spielen die Hauptrollen und ich bin sowas von aus dem Häuschen. Wieso ich den Roman so genial finde, kann man in meiner Review nachlesen.

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2. Jurassic World (Start: 11. Juni) [Trailer]

Platz 2 und 1 werden für regelmäßige Blogleser keine Überraschungen sein. Vor genau zwanzig Jahren bekam ich zu Weihnachten die Plastikversion des Jurassic Parks für meine Actionfiguren geschenkt und bereits damals fand ich die Idee von einem Park im Betrieb super spannend. Colin Trevorrow verfilmt nun meine Kindheitsnachmittage mit Chris Pratt und seinem Velociraptorensquad. Der erste Trailer ließ mich zwar nicht komplett in Jubel ausbrechen, doch ich mochte, was ich dort sah. Außerdem ist Colin einfach ein richtiger cooler Typ, dem ich vertraue.

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1. Star Wars: Episode VII – The Force Awakens (Start: 17. Dezember) [Trailer]

What can I say? I want to believe. ¯\_(ツ)_/¯

Und sonst noch: I Walk With the Dead, Magic Mike XXL, Ubik, Kingsmen: The Secret Service, The Fantastic Four, The Avengers 2: Age of Ultron, James Bond 007: Spectre, American Sniper, Trainwreck, Big Hero 6, Valencia, Furious 7, The Hateful Eight, Pixels

Highlights aus dem letzten Jahr, jedoch nach 2015 verschoben: Inherent Vice, Jupiter Ascending

Flop-Vorhersage: Ant-Man, Pan, Mortdecai, Blackhat, Terminator: Genisys, Seventh Son, Focus, Hitman: Agent 47, London Has Fallen, 50 Shades of Grey

  • Wusste gar nicht, dass das Buch verfilmt wird. Aber gute Liste, ja! Tomorrowland wäre bei mir allerdings etwas weiter vorne.

    Was wird denn Antman zu einem Flop werden lassen? Kann ich mir gar nicht so recht vorstellen

  • Thomas

    The Martian: Du hast mich gerade restlos verwirrt, dass du hier Mark Watney geschrieben hast, bei Amazon und in deinem Review aber von Andy Weir die Rede ist. Ein Fehler, Pseudonym, hat er sich zwischenzeitlich umbenannt oder sowas?

  • Brainfart. Der Autor heißt natürlich Andy Weir, sein Protagonist Mark Watney. Danke für den Hinweis!

  • Owley

    Jup. Bitte auch um Aufklärung, ich kann mir das auch gar nicht vorstellen. Sicher, der Schatten von Edgar Wright hängt über dem ganzen Projekt, aber deswegen ist es für mich noch kein Flop-Garant.

    Wenn Seventh Son floppt, bin ich ein glücklicher Mann, bei Pan und LHF denke ich, wirst du leider auch recht behalten…

  • Die Flops sind ja sowohl in kreativer als auch finanzieller Hinsicht zu verstehen. 50 Shades wird zum Beispiel viel Geld einspielen, sieht aber ziemlich schlecht aus bisher. Bei Ant-Man bin ich mir sicher, dass der Film die typische Marvel-Ästhetik haben wird und man die Chance verpasst hat, mit Edgar Wright etwas Besonderes zu kreieren. Vielleicht war die Produktion aber auch schon so weit vorangeschritten, dass sein Handwerk trotz den Änderungen erkennbar sein wird. Manchmal hört sich das so an. Das Marketing den Film zu genüge die anderen Marvel-Filme erwähnen, aber ich sage einfach mal, dass Marvel irgendwann vielleicht auch mal scheitern könnte und wenn, dann vielleicht am ehesten mit diesem Film. Der Name ist für viele uncool, unvertraut und der größte Con Marvels war ohnehin, GotG in der Berichterstattung als Risiko gelten zu lassen. Eine spaßige Space Opera mit humorvollen, selbstironischen Figuren und sprechenden, vulgären Disney-Figuren? Das war nie ein Risiko. Ant-Man ist eins und nach dem ganzen Hickhack und dem Druck, Querverweise des MCUs einzubauen, bin ich mir sicher, dass Marvel dies auch bewusst ist und über eine stärkere Einbindung ins MCU versuchte, einem Flop vorzubeugen. Nach dem immensen Erfolg von GotG, eben vor allem durch die Beats des sehr eigenen Regisseurs, denkt man dort inzwischen vielleicht anders. Abschließend: Poker. Ich bluffe einfach mal. Wenn der Trailer in ein paar Tagen erscheint, denken wir vielleicht anders.

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