Schicker Trailer zu Young Ones, einem neuen postapokalyptischen Film, der schwer an Tim Fehlbaums Hell erinnert. Statt einer übereifrigen Sonne gibt es jedoch für das im Film präsentierte Szenario keine Hintergrundgeschichte. Die Menschen suchen einfach verzweifelt nach Wasser und das muss reichen – mit einer enigmatischen Vaterfigur, gespielt vom großartigen Michael Shannon, kann dies gelingen. Young Ones ist der neue Film von Jake Paltrow, der 2007 den relativ unbekannten The Good Night inszenierte. Mit einigen Jungtalenten wie Kodi Smit-McPhee, Elle Fanning und Nicholas Hoult darf er sich nun im Endzeitgenre austoben, auch wenn der Trailer, mit der Ausnahme eines Big Dogs von Boston Dynamics, eher einen stringenten Western verkäuft. Was aber auch in Ordnung geht, schließlich gibt es davon nicht genug.

Conrad Mildner sah den Film bereits beim Münchner Filmfestival und hat für die Kollegen von Cinema Forever den Film kurz besprochen.

Den Ressourcenmangel nutzt der Film allerdings bloß als Ausgangslage für seine recht konservative Westerngeschichte. In der Zukunft, so scheint es, ziehen sich die Frauen wieder an den Herd zurück, während Männer die Existenz sichern. Sowieso scheint es im zukünftigen Amerika auch keine People of Color mehr zu geben. Paltrow hatte wohl mehr Lust einen klassischen Western zu erzählen als seine Dystopie zu erforschen. Die Ertragbarmachung des wilden Landes ist zumindest ein klassisches Handlungsmotiv des Westerns. Die sengende Hitze wird durch die kontrastarmen Bilder gekonnt transportiert. Die leicht selbstzweckhaften, langen Kamerafahrten durch mehrere Bildebenen passen sich dagegen nicht so recht in die Ästhetik des Films ein.

Die anderen Reviews vom Sundance Filmfestival (THR, IndieWire) sind ebenfalls wohl leider nur mäßig begeistert. Der Film soll in den USA im Oktober starten. Ein deutscher Starttermin steht natürlich noch nicht fest. (via)