Michael Jackson darf keine Ruhe finden. Nicht nur im wahren Leben wurde er von seinem Vater auf die Bühne geprügelt, selbst nach seinem Tod wird er dank Holografie vors Publikumgezerrt. Dass es ein neues Album mit bisher unveröffentlichten Songs gibt, dürfte seine Fans sicherlich erfreuen, und auch die erste Singleauskopplung “Slave To The Rhythm” ist ein wirklicher Ohrwurm, aber diese ganze Geschichte ist schon super weird, oder?

Ich meine, dass man die Kunst der Person weiter ehrt, ist ja das eine, aber ein Auftritt bei einer Preisverleihung vor geladenen Gästen, während all das im Fernsehen übertragen wird? Klar, Jackos Performance für sich genommen, war schon Kunst. Aber es gibt sie ja noch überall auf unzähligen Videos zu bestaunen, wieso muss man das so am Leben halten anstatt die Zeit zu zelebrieren, die der Mensch auf der Erde verbracht hat? Dieses ganze Theater finde ich super krass und beängstigend, weil man ja auch theoretisch in den kommenden Jahrzehnten Schauspieler für die große Leinwand digital auferstehen lassen könnte. Dass man hier draus eine ganze Jacko Tour machen könnte, halte ich jetzt für gar nicht so abwegig.

Würde ich mich jetzt damit näher wissenschaftlich beschäftigen, würde ich glaube ich ein Paper über “Trapped Transhumanism”, so nenne ich das jetzt mal, schreiben. Scary shit. (via)