Call of Duty zählt zu den erfolgreichsten Spielereihen aller Zeiten und bringt seit nun einigen Jahren jährlich einen neuen Titel heraus. Mit zunehemnder Präzision passten sich die Entwickler an die Wünsche der Stammspieler an, während die Geschichten, Settings und Charaktere an Qualität abnahmen. Der Singleplayer jedoch wurde zu einem großen Film mit Blockbustersettings und Quicktime-Momenten zu einem Anhängsel des beliebten Multiplayermodus reduziert.

Dies ändert sich jetzt. Nach den futuristischen Szenen aus Black Ops 2 wird “Advanced Warfare” die Gegenwart komplett hinter sich lassen und 100 Jahre nach dem Beginn des “Demokratieexports” der Vereinigten Staaten von Amerika irgendwo wahrscheinlich in der Mitte des 21. Jahrhunderts ansetzen. Wir wissen dies durch den stimmungsvollen Monolog des Antagonisten, gespielt von Kevin Spacey, dessen In-Game-Replika im nahezu unheimlich ähnelt.

Ohne Zweifel kann man beim Spiel die Einflüsse von Titanfall erkennen. Der Spieler kann erneut in große Mechs schlüpfen und mit besonderer Technologie hoch und weit springen. Inwieweit sich das für die Zukunft des Franchises bezahlt machen soll, kann man wohl nicht ausschließen. Aber nach den eher mäßigen Reaktionen zu Titanfall kann vielleicht die große Spielereihe mit nun endlich neuer Engine das Setting retten. Ansonsten müssen wir wohl alle auf Battlefront warten.

Call of Duty: Advanced Warfare wird ab dem 4. November 2014 erhältlich sein. Diese Ankündigung, inklusive der nun drei Studios, die im Rhythmus neue Spiele produzieren werden, war eigentlich für Sonntag geplant, wurde aber spontan nach einem Leak jetzt online gestellt. Nähere Details zur Story sind noch nicht bekannt, aber Call of Duty handelte schon immer davon skrupellose Bösewichte zu erschießen und dabei unterhalten zu werden, so schwer kann es also nicht sein, das Formular inklusive einem Oscar-Gewinner in die Zukunft zu verfrachten. (via TheVerge)