Den letztjährigen Prisoners halte ich von seiner Thematik her unglaublich angestrengt und überreizt, so in der Art von “Hey, maybe we’re all prisoners!”, aber Denis Villeneuve bewies eindeutig ein Talent für die richtige Stimmungslage und Gyllenhaal war trotz einer quasi non-existenten Charakterzeichnung unglaublich präsent auf der Leinwand. Nun müssen die beiden ohne die großartige Kameraarbeit von Roger Deakins auskommen, haben dafür aber in ihrem neuen Film Enemy thematisch eine wesentlich interessantere Perspektive gefunden.

Gyllenhaal spielt einen Geschichtsprofessor, der in einem Film im Hintergrund plötzlich einen Statisten entdeckt, der wie sein exakter Zwillingsbruder aussieht. Das kann nicht sein, denn er ist ein Einzelkind. Also arrangiert er ein Meeting und das Mysterium nimmt seinen Lauf. Schaut großartig aus und ist ein weiterer Streifen von A24 Films, die dieses Jahr mit Rover, Unter The Skin und einer handvoll anderer Filme (über die ich hier mal in nächster Zeit schreibe) echt ein Kracherlineup parat haben. Die Poster zum Film sind bisher auch allererste Sahne.

/Film hat weiterhin ein kleines Featurette, das zeigt, wie man die Szenen mit zwei Gyllenhaals im Bild drehte. Filmstart ist der 15. Mai 2014.