James Franco on Shia LaBeouf

20 Feb, 2014 · Sascha · Film

Ich habe letztens irgendwo gelesen, ich weiß leider nicht mehr wo, dass das, was wir gerade mit Shia Labeouf erleben, James Franco bereits durchgemacht hätte, wäre Franco nicht ein spaßiger und selbstironischer Typ. Ich fand, das macht Sinn. Nun hat sich Franco der Sache mal angenommen und uns LaBeouf eingehend erklärt.

Any artist, regardless of his field, can experience distance between his true self and his public persona. But because film actors typically experience fame in greater measure, our personas can feel at the mercy of forces far beyond our control. Our rebellion against the hand that feeds us can instigate a frenzy of commentary that sets in motion a feedback loop: acting out, followed by negative publicity, followed by acting out in response to that publicity, followed by more publicity, and so on.

Participating in this call and response is a kind of critique, a way to show up the media by allowing their oversize responses to essentially trivial actions to reveal the emptiness of their raison d’être. Believe me, this game of peek-a-boo can be very addictive.

New York Times: Why Actors Act Out.

Noch ein Gedanke: Eigentlich finde ich diese ganze Sache um LaBeouf sehr schade. Der betroffene Kurzfilm Howard Cantour war nämlich ziemlich gut gemacht und Jim Gaffigan passte perfekt zu der Rolle. Ich war damals im Begriff den Film zu posten, doch dann verschwand er und das ganze Theater ging los. Inzwischen gibt es ein paar Mirror, sodass man sich ihn ansehen kann, was man sollte, wenn man was mit Film bzw. der Schreiberei über diese zu tun hat.

Aber nach wie vor kann ich das alles nicht nachvollziehen. Wieso nicht Daniel Clowes vorher fragen, den Schöpfer des Comic Strips, bei dem LaBeouf geklaut hat, wie er zu einer Verfilmung steht? LaBeouf ist reich, er hätte sich auch die Rechte kaufen können. Eine Namensnennung oder ein Zitat in den Credits hätten dann gereicht und alle wären zurecht beeindruckt gewesen. Stattdessen gibt es dieses Theater. Tüte über dem Kopf. Trotziges Zitieren. Pressekonferenzen stören. Sich von Wildfremden beim Weinen zusehen lassen. Schade.

Ich werde das nie verstehen können. Ist genau so wie bei den ehemaligen Kommillitonen, die zu faul/doof/ignorant waren, Übernommenes zu zitieren. Was muss er sich dabei gedacht haben? Dass in den Zeiten des Internets niemand die Möglichkeit haben wird seine Tat aufzuspüren? Dass man bei einer eher umstrittenen Person wie ihm sein künstlerisches Talent nicht doppelt hinterfragen und beleuchten wird? Dass der Comic-Künstler das Video nicht entdecken würde? Wie schwer wäre es gewesen den Namen des Comic-Künstlers irgendwo in die Credits zu hauen? Wäre Daniel Clowes sehr abgeneigt gewesen, wenn ein augenscheinlich talentiertes Team sich seiner Geschichte annimmt? Ich glaube nicht.