Adaptionen von beliebten Büchern haben es tradtionell enorm schwer und mit vielen Vorbehalten zu kämpfen. Eine Adaption von John Greens Bücher, die nicht nur kommerziell und bei den Kritikern sehr erfolgreich sind, sondern auch ein enormes Fandom hinter sich stehen haben, hat es jedoch besonders schwer.

Somit ist es kein Wunder, dass die Anforderungen an Josh Boone und seine Filmversion von Greens The Fault in Our Stars hoch gesteckt waren. Der erste Trailer lässt mich noch nicht so ganz glauben, dass ihm das alles gelungen ist. Die sehr zitatlastigen Dialoge sind natürlich für die Fans prominent im Trailer hervorgehoben, aber sehr filmisch ist das noch nicht. Hübsch aufgesagte Dialoge, sind sie noch so interessant, täuschen nicht über eine anspruchslose Inszenierung hinweg.

Josh Boone, der schon mit seinem letztjährigen Debut Stuck in Love nicht viele Kritiker überzeugen konnte, scheint es schwer zu fallen, Dialoge interessant zu inszenieren. Das ist problematisch, bestehen Greens Bücher doch hauptsächlich aus Dialogen von Schülern, die ein wenig zu reif und philosophisch für ihr Alter sind. Das stört nicht auf dem Papier, aber wenn sich Leute stetig mit solchen Sätzen um die Ohren hauen, kann das schnell prätentiös und langweilig werden.

Ebenso bin ich mir unsicher bei Ansel Elgort, den ich bisher noch nicht spielen sah. Sein Augustus ist mir nicht herausragend genug wie seine Buchversion und die Chemie zwischen ihm und Shailene Woodley kommt im Vergleich zu ihr und z.B. Miles Teller (zusammen im letztjährigen The Spectacular Now, er wäre für diese Rolle prädestiniert) nicht so natürlich rüber.

Es ist immer schwierig und vor allem verfrüht sowie unfair (und schlicht unmöglich) einen Film basierend auf einem Trailer einzuschätzen, aber auch wenn sehr viel stimmig ist, hat man hier glaube ich nicht das volle Potential herausgeholt. Es sieht mir vielmehr nach einer schlichten Buchverfilmung aus, die vielleicht nicht mehr kann oder bei der Inszenierung aus Angst vor der riesigen Fangemeinde nicht mehr traut. Eine Enttäuschung ist es nicht. Aber auch nicht die erhoffte Offenbarung.

Hazel (Shailene Woodley) and Gus (Ansel Elgort) are two extraordinary teenagers who share an acerbic wit, a disdain for the conventional, and a love that sweeps them — and us — on an unforgettable journey. Their relationship is all the more miraculous, given that they met and fell in love at a cancer support group. THE FAULT IN OUR STARS, based upon the number-one bestselling novel by John Green, explores the funny, thrilling and tragic business of being alive and in love.

The Fault in Our Stars startet am 16. August in den deutschen Kinos.

  • Juli Jane

    Ich find den Trailer toll! Wird natürlich heftigst auf die Tränendrüse gedrückt, aber beim Buch ists ja nicht anders gegangen. Klar wird niemals nie ein Film an Greens Buch herankommen, aber von einer super Enttäuschung geh ich jetzt auch nicht aus. Außerdem: Shailene Woodley! <3 <3 <3

  • ze_german

    Fand Stuck in Love nichtmal absolut schlecht, andererseits verzeihe ich Filmen die Elliott Smith im Soundtrack haben eh jede Menge uninteressante Szenen.

    Der Trailer hat mich allerdings auch nicht vom Hocker gerissen, stimme darin mit dir überein, dass Miles Teller da die topbesetzung gewesen wäre, aber dann hätten alle den mit Spectacular now verwechselt

  • Wenn man mich einen Film über Looking for Alaska machen lassen würde, würde der drankommen ;)

  • ze_german

    Da würd ich direkt 200$ in den Kickstarter stecken

  • Glaube die Rechte alleine wäre schon mal bisschen teurer ;)