Meine Filmhighlights 2014

02 Jan, 2014 · Sascha · Film,Personal

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10. The LEGO Movie (Start: 10. April) [Trailer]

Ein Film über LEGO, der keine Dokumentation ist, hat es bei mir prinzipiell schon schwer. Und dann soll das Unterfangen noch komplett digital im Computer entstehen, statt mit liebevoller Handarbeit in kleinsten Schritten mit Stop-Motion hergestellt werden? Ein Sakrileg! Dann jedoch sammeln sich einige bekannte Synchronsprecher um das Projekt herum, während die Regisseure Phil Lord und Chris Miller mit dem Remake von 21 Jump Street völlig überraschen. Ein wenig Mut und Hoffnung durften sich ansammeln und wurden dann mit den völlig genialen Trailern bestätigt. Trotz der CGIs sieht es aus als ob man alles per Hand gebaut und dann mit Stop-Motion gefilmt hat und der Humor trifft genau meinen Geschmack. Herrlich schräg und überzogen. Könnte was werden.

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9. The Interview (Start: 13. November)

Wieder so ein Filmduo, das meinen Humor genau trifft. Als Ananas Express damals in die Kinos kam, beglückte mich dieses Duo mit einem der lustigsten Filme aller Zeiten. Die weitere Zusammenarbeit war ebenfalls äußerst ertragreich und mit The Interview werden die beiden uns wieder zusammen mit Co-Autor und -Regisseur Evan Goldberg Comedygold vom Feinsten abliefern. Da bin ich mir sicher. Wenn Rogen und Goldberg nämlich etwas können, dann die situative Seltsamkeit humorvoll zu kommentieren. Zwei Journalisten, die Kim Jong-Un interviewen wollten, unterwegs in Nordkorea erscheint mir da das perfekte Setting. Die geleakten Set-Photos lassen Großes erahnen.

Snowpiercer

8. Snowpiercer (Start: 3. April) [Trailer]

Die Trailer sowie das Comic-Videoprequel haben mich bisher nie so wirklich packen können und auch das eher abgefahrene Setting schreckt mich eher ab. Joon-ho Bong alleine weckt natürlich genug Interesse, aber irgendwie klang mir das alles eine Spur zu schräg. Umso erstaunter war ich dann als die ersten Kritiken diesen Film so in den Himmel lobten, sind Setting und Geschichte doch nicht traditionelle Weisen um ein Vehikel dieser Größenordnung in den Kritikerhimmel zu befördern. Doch der zusätzliche Streit um den finalen Cut zwischen Bong und den Weinsteins und die leidenschaftliche Fürsprache der Presse für die orignale Fassung lassen dann den letzten Zweifel verfliegen, dass es sich hier nicht um einen großartigen Film und ein wahrliches Highlight des laufenden Kinojahres handelt.

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7. Guardians of the Galaxy (Start: 28. August)

Mein Freund Alex Matzkeit hat bereits in seinem Blog Virtual Reality meine Gedanken und Hoffnungen für diese Unterfangen adäquat zusammengefasst, weshalb ich mich kurz fassen möchte und ledigilich sage: James Gunn scheint mir abgefahren genug um aus diesem off-shoot wieder einen einprägsameren Eintrag im Marvel Cinematic Universe zu gestalten als die faden Fortsetzungen des letzten Jahres. Ein sprechender Waschbär, ein kämpfender Baum sowie mein Lieblingsdepp Chris Pratt werden zumindest das sicher hinkriegen. Der Comic-Con Trailer enttäuschte jedenfalls nicht.

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6. Inherent Vice (Start: wird noch angekündigt)

Alles, was Paul Thomas Anderson macht, landet prinzipiell auf einer Liste meiner Highlights. So verhält sich das eben mit Lieblingsregisseuren und den Künstlern, die noch zu enttäuschen haben. Inherent Vice verspricht zumindest im Vergleich zu seinem letztjährigen, für einige etwas zu verschrobenen, Film eine Spur generischer zu werden: Basierend auf dem Roman von Thomas Pynchon gestaltet er zusammen mit einem grandiosen Cast (Joaquin Phoenix, Owen Wilson, Josh Brolin, Reese Witherspoon, Benicio del Toro, Martin Short, Katherine Waterston, Jena Malone, Maya Rudolph und der unvergessliche Eric Roberts) erneut ein Period-Piece (natürlich).

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5. Godzilla (Start: 15. Mai) [Teaser]

Gareth Edwards schaffte mit ausgeliehenden Kameras, ein paar Unterstützern und unbekannten Schauspielern genau das, was eigentlich jeder Hobbyfilmer erreichen will. Durch sein Leidenschaftsprojekt Monsters, bei dem er nahezu alle kreativen Aufgaben selbst übernahm, machte er Hollywood auf sich aufmerksam und dann durfte er das Reboot des größten Filmmonsters schlechthin übernehmen. Zusammen mit den Schauspielern Bryan Cranston, Elizabeth Olsen und Aaron Taylor-Johnson inszeniert er aber nicht nur Godzillas Zerstörung der amerikanischen Westküste, sondern auch dessen Kampf mit anderen Kaijus. Der Trailer verspricht Großartiges und das Comic-Con Footage war ebenfalls atemberaubend.

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4. Interstellar (Start: 6. November) [Teaser]

Zu Interstellar habe ich schon viel zu viel hier geschrieben. Aber nochmal: Christopher Nolan hat noch nicht enttäuscht, ich mag seinen Stil und der Cast sowie der Plot sind genau mein Ding. Der Teaser traf den exakt den richtigen Ton. Als Space-Geek definitiv eines meiner Highlights.

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3. The Fault in Our Stars (Start: 7. August)

John Green schafft es endlich ins Kino. Nachdem Josh Schwartz seinen Erstlingsroman nach den Aussagen des Autors großartig adaptierte, aber beim Studio auf Zögern stieß, und Green dann selbst beim Drehbuch zu An Abundance of Katherines laut eigener Aussage versagte, schafften die Liebes- und Jugendbuchexperten Scott Neustadter und Michael H. Weber endlich ein Drehbuch zu schreiben, das endlich den Stein ins Rollen brachte. Das Casting ist perfekt und es wurde sogar in Amsterdam vor Ort gedreht. John Green begleitete die Produktion in seinem Videoblog und war durch und durch begeistert. Nahezu jeder Dialog des Romans soll den Weg ins Drehbuch gefunden haben. Dass sich Schauspielgrößen wie Willem Defoe, Laura Dern und andere bekannte Gesichter für nur kleinste Nebenrollen begeistern lassen konnten, überzeugt mich von meinem Eindruck.

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2. Her (Start: 27. März) [Trailer]

Spike Jonze ist ein wahres Juwel des amerikanischen Kinos. Wie er zeitgleich bei Jackass rumalbern und Her produzieren kann, zeugt von seinem breitaufgestellen Interesse. Seine Filmographie unterstreicht dies hinlänglich. Wenn er sich aber mal für eine Sparte festlegt, dann führt seine individuelle Perspektive immer wieder zu grandiosen Ergebnissen. Her ist beliebt bei Kritikern und Publikum, besitzt eine Thematik, die mich kaum mehr ansprechen könnte und schaut halt auch einfach fantastisch aus. Und überhaupt: Arcade Fire.

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1. Boyhood (Start: wird noch angekündigt)

Boyhood ist sicherlich das interessante Projekt, das es 2014 ins Kino schaffen könnte. Bisher hört es sich so an als ob sich Richard Linklaters Passionsprojekt in der Postproduktion befindet, aber so sicher kann man sich da nicht sein. Handfeste Aussagen oder offizielle Bilder (nicht einmal Set-Photos) lassen sich nämlich nicht finden. Lediglich Ethan Hawke meinte letztes Jahr in seinem AMA, dass man den Film in spätestens ein bis zwei Jahren fertigstellen könnte.

Wieso diese Unsicherheit und Geheimniskrämerei? Weil Boyhood (Arbeitstitel, oftmals auch als das “12-Year-Project” zu finden) keine übliche Filmproduktion ist, sondern Linklaters ambitionierten Versuch beschreibt, die Pubertät und das Heranwachsen eines Jungen authentisch auf die Leinwand zu bringen. Seit über zehn Jahren filmt der für diese Art von Film bekannte Regisseur (Before-Trilogie) Szenen mit Ethan Hawke und Patricia Arquette aus dem Leben ihres Filmsohns, der von einem kompletten Nobody gespielt wird. Sollte es der Film dieses Jahr in die Kinos schaffen, wird er ganz abgesehen von der Qualität des fertigen Produkts mit Sicherheit als eines der spannendsten Filmprojekte unserer Zeit in die Geschichte eingehen.

Und sonst noch: (geordnet nach absteigendem Interesse) The Wolf Of Wall Street, Nymph()maniac, 12 Years A Slave, All Is Lost, Jupiter Ascending, How To Train Your Dragon 2, The Raid 2, The Hobbit – There and Back Again, Gone Girl, Exodus, X-Men: Days Of Future Past, Fury, How To Catch A Monster, Serena, American Hustle, The Imitation Game, Grand Budapest Hotel und Transformers 4, weil Michael Bay viel versprochen hat.

Flop-Vorhersage: Pompeii, I, Frankenstein, Robocop, Jack Ryan: Shadow Recruit, Jupiter Ascending, Hercules, 47 Ronin, Wild Card: Noah.

  • Einige interessante Filme dabei, die ich so noch gar nicht auf dem Zettel hatte. Insbesondere von Boyhood habe ich noch gar nichts gehört. Wahnsinng spannend!

    Ich bin ja riesiger Fan von dieser Langzeitdoku “Die Kinder von Golzow”. Auch wenn das wenig vergleichbar ist, finde ich solche Langzeitfilmprofekte äußerst spannend!

  • Owley

    Huch, da kannte sogar ich ein paar noch nicht. Fände es aber noch ansprechend, wenn du die Synopsis etwas klarer hervorheben könntest (nicht optisch, zwar) – komme beispielsweise beim Shailene Woodley-Film oder aber auch bei The Interview noch nicht ganz draus, wer was macht und worums effektiv geht. Aber trotzdem stimme ich dir bei viel auf dieser Liste zu, auch bei den Flops. Wobei ich nicht denke, dass Jack Ryan oder 47 Ronin floppen. Also finanziell vermutlich schon, aber als Film denke ich dass JR sicher was taugt. Ist Kenneth Branagh, und den mag ich halt einfach. Und vielleicht hat mich auch Doyle einfach eingelullt. ;-)

  • Kann dich verstehen, aber mir geht es eher darum zu erklären, wieso ein Titel bei mir auf der Liste landet. Ich stelle weniger vor als dass ich meine Vorfreude rechtfertige. Leser müssen auch arbeiten hier. Ich bin nen Typ mit Blog, kein Journalist ;) Aber du hast prinzipiell recht. Nur ich schreib schon sonst dann in den einzelnen Posts wieder so viel drüber, dass mir das dann nicht mehr auffällt bei diesen zusammenfassenden Listen. Außerdem sind wir im Netz.
    Und 47 Ronin ist in den USA schon ein riesiger Flop ;)

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