Postapokalypse der Affen

23 Dec, 2013 · Sascha · Film

Andy-Serkis-as-Caesar-in-Dawn-of-the-Planet-of-the-Apes

Nach dem überraschend kurzweiligen und besonders durch seine realistische Darstellung eines Affen durch Wetas CGI-Schmiede und Andy Serkis’ penibel genaues Mo-Cap-Acting bestechendes Reboot kommt nun der zweite Teil von Matt Reeves (Cloverfield) im neuen Jahr in die Kinos und die Besetzung lässt sich sehen. Zwar fehlt von James Franco jede Spur, sein Charakter muss wohl der am Ende des ersten Teils beginnenden Seuche zum Opfer gefallen sein. Stattdessen sehen wir Gary Oldman als charismatischen Anführer der letzten Überlebenden in der postapokalyptischen Bay Area sowie Kodi Smit-McPhee, Jason Clarke, Keri Russell und Judy Greer.

Der Film setzt zehn Jahre nach dem Ende des Reboots an. Harte Jahre liegen hinter den Überlebenden. Die größte Bedrohung dürfte jedoch noch in Form von superintelligenten Affen auf sie warten. Es wird interessant sein zu sehen, wieso die Menschen jetzt auf einmal zum Angriffsziel von Caesar und seiner Truppe wurden, wollte er doch am Ende des letzten Films lediglich Freiheit erlangen und eine Koexistenz in den Muir Woods nahe San Francisco erreichen. Durch die rapide gesunkenen Zahlen der Menschen dürfte sich doch eigentlich genug Platz für beide Gruppen finden. Wahrscheinlich sind wir Menschen wieder selbst schuld an unserem eigenen Untergang. Metaphern!

Aber das ist eben nicht der Punkt des Films. Koexistenz ist nicht möglich und so wie Oldmans Monolog sich anhört, wird der Mensch wohl auch keine ebenbürtige Rasse neben sich erlauben wollen. Die Ressourcen sich wohl ohnehin bereits knapp genug. Insgesamt eine schöne Ausgangslage, die Affen schauen wieder fantastisch aus und Matt Reeves hat bisher noch zu enttäuschen. Das Drehbuch von Rick Jaffa und Amanda Silver, die auch das Reboot schrieben, wurde zudem von Scott Z. Burns (Das Bourne Ultimatum, Contagion, Side Effects) und Mark Bomback (Unstoppable, The Wolverine, Total Recall) aufgepeppt.

Dawn of the Planet of the Apes kommt bei uns am 14. August unter den Namen Planet der Affen: Revolution in die Kinos. Immerhin. Alles ist besser als “Prevolution”.