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Vor ein paar Tagen fragte ich mich noch bei Twitter, wieso es denn keinen neuen Trailer zu World War Z gibt. Immerhin kommt der Film schon bald raus und es gibt keine intensive Marketingkampagne, die der Film unbedingt braucht um seine riesigen Produktionskosten wieder einzubringen. Viele andere Blockbuster, die auch um die Zeit wie der Zombieblockbuster rauskommen, haben ebenfalls noch keine Trailer, aber die besitzen wie im Fall von The Wolverine (Trailer kommt nächste Woche) aber eben die wichtige Markenwiedererkennung, die World War Z fehlt.

Fragt man außerhalb von Genre- und Filmfankreisen nach World War Z, wird man in fragende Gesichter blicken. Es gibt nicht einmal ein nettes Poster mit einem Zombie darauf oder ein Poster, dass uns das Konzept erklärt. Bisher haben wir ein schwarzes Poster mit Pitts Namen und dem Titel. Außer Brad Pritt soll hier wohl nichts verkauft werden – und das ist schade, denn Brad Pitt hat dank den katastrophalen Produktionsproblemen jegliche Lust an diesem Film verloren und das sieht man. Wie eine Schlaftablette läuft er durch den neuen Trailer, der uns nicht wirklich viel Neues zeigt. So sehen wir mehrere Szenen aus Israel und erfahren mehr von der Geschichte sowie der Expedition nach Russland, aber interessante Teile des Buches wie der Redeker Plan fehlen dank der Flutmasse an rennenden Zombies leider komplett.

Nahaufnahmen eines Zombies sieht man ebenfalls immer noch nicht. Vielleicht sind sie noch nicht fertig gerendert, vielleicht sehen sie zu schlecht aus, vielleicht will man sie auch ein wenig geheim halten. Die Art, wie der Trailer den Grund des Weltuntergangs lange verbirgt, lässt mich als Optimist auf letzteres schließen. Wenn ich Pessimist wäre, dann würde ich vermuten, dass man immer noch schwer am werkeln ist an diesem Film. Ganze sieben Wochen wurde nachgedreht um den Film zu retten, dessen Rouch Cut katastrophal gewesen sein soll. Drew Goddard kam als Drehbuchautor hinzu um den letzten Akt zu retten, von dem wir bisher noch nicht viel gesehen haben im Trailer. Dazu soll es Zankerei zwischen Regisseur Marc Forster und Produzent Brad Pitt gegeben haben, sodass die beiden gar nicht mehr direkt miteinander sprachen.

All dies muss auf keinen schlechten Film hinweisen. Wer glaubt, dass man aus einem Schlamassel keinen guten Film schneiden kann, der hat noch keinen fähigen Cutter bei der Arbeit erlebt. Die Produktionsprobleme müssen auch ebenfalls, wie man bei Jaws oder Apocalypse Now sieht, kein schlechtes Zeichen sein. Warten wir mal ab, viel hat dies allerdings mit dem Buch nicht mehr zu tun. Die wirklich interessantesten Kapitel, die das Buch unter Fans so beliebt machte, hatten sowieso nichts mit der überhängenden Geschichte zu tun, auf die man sich hier konzentriert, sondern sie erzählten von einzelnen Schicksalen von ganz normalen Menschen.


via Owley