via GeekTyrant

In Anbetracht der Tatsache, dass wir bald einen neuen Star Wars Film bekommen, ist es doch mal an der Zeit einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und uns wieder ins Gedächtnis zu rufen, wieso wir dieses Filmuniversum so sehr lieben. Klar, jeder liebt Star Wars, aber wann habt ihr denn das letzte Mal die Filme gesehen? Als ich neulich The Empire Strikes Back, den unbestreitbar besten Film der Reihe, mal wieder sah, war ich geschockt, denn ich sah ihn zum ersten Mal seit geraumer Zeit: Der Film ist fantastisch und er sieht umwerfend aus. Das kann man eigentlich nicht oft genug erleben.

Gerade deshalb ist es wichtig zu hinterfragen, was diesen Teil so besonders macht und welche Lehren man daraus ziehen sollte. Eintritt: Michael Parbot. Der französische Journalist hatte Ende der 70er Jahre beispiellosen Zugang zu den Dreharbeiten und auch wenn man schon viele der Aufnahmen von diversen anderen Dokus und Making-Ofs kennt. Es gibt jedoch neue Aufnahmen, die sich JJ Abrams besonders gut anschauen und Irvin Kershner zum Vorbild holen sollte.

George Lucas ist nicht einmal dabei. Regisseur Irvon Kershner ist jedoch noch im hohen Alter mittendrin und die Schauspieler haben eine Ahnung von den Figuren, die sie spielen. Die Sets sind allesamt aus echten Materialien gebaut, gedreht wird in Norwegen mitten im Schnee. Die Dreharbeiten sind schwer, Kostüme funktionieren nicht, es muss improvisiert werden, und so weiter. Aber das ist Filmemachen; diese Magie, die alle Bemühungen synergistisch vereint und für immer im Kasten einfängt. Ich hoffe, dass Abrams und Co. sich hier eine Scheibe von abschneiden.

  • DerBesserwisser

    Da werd ich mich gleich mal gegen den Mainstream stellen – nein, sogar stemmen:

    TESB war der Beste Teil, weil der Jedi – Anteil am geringesten war.

  • Sascha

    Achja, weil Yoda und Luke nicht auf Dagobah die Hälfte des Films über Jedi-Training machen und nicht quasi die gesamte Philosophie über die Macht in diesem Teil abgehandelt wird, ne? Joa…

    Ich weiß worauf du mit deinem Kommentar hinweisen willst, ich gebe dir sogar recht, aber das ist faktisch einfach falsch.

  • DerBesserwisser

    Okay, ich korrigiere mich auf den “gefühlt” geringsten Anteil. Den Yoda/Luke – Teil auf Dagobah zähle ich auch nur indirekt dazu, da mich hauptsächlich die Lichtschwertkämpfe immer gelangweilt haben.

    Ich denke da vor allem an ROTJ, wenn am Ende die tolle Raumschlacht dauernd von dem Imperatorgebrabbel mit angeschlossenem Lichtschwertgefuchtel unterbrochen wird ;o)

    Damit will ich nicht die Inszenierung an sich angreifen, wie ja die meisten spätestens seit den Plinkett Reviews wissen gings ja bei den Lichtschwertkämpfen nie wirklich um den Kampf an sich. Weshalb ich die Lichtschwertkämpfe in den neuen Filmen auch in doppelter Hinsicht ermüdend fand: inhaltsleer und zur absoluten Belanglosigkeit durchchoreographiert.

  • Sascha

    Ich kann dir nicht folgen, sorry. Aber das ist okay.

  • DerBesserwisser

    Die Lichtschwertkämpfe in den alten Filmen waren ja dazu da, den Konflikt der Charaktere bzw. die Beziehung die sie zueinander hatten zu visualisieren. Während sie in den neuen Teilen einfach nur Pseudoschauwerte waren, sie trugen ja nicht wirklich zur Narration bei.
    Allerdings kam das als Stielmittel bei mir nie so richtig an, ich hätte mir eher Dialoge gewünscht. Beim Jeditraining auf Dagobah passiert der Großteil des Bildungsprogramms in Form von verbalen Unterweisungen durch Yoda , lediglich die Konfrontation am Ende, in der Höhle, bedient sich dann wieder der mehr der Bildsprache.
    LRGKS: Du hast recht, wenn du mich dahingehend korrigierst, dass der Jedi – Anteil an TESB auch nicht wirklich kleiner ist, als in den anderen Filmen. Es fühlte sich für mich in TEST lediglich nicht so präsent an, wie in den anderen Teilen.

  • Sascha

    Okay. /signed, wenn man Jedi als diesen Prequel-Scheiß definiert (was ich nicht tue)