Media Monday #70

29 Oct, 2012 · Sascha · Film,Personal

1. Brad Pitt gefiel mir am besten in 12 Monkeys.

2. Alfred Hitchcock hat mit Die Vögel seine beste Regiearbeit abgelegt, weil erst nach seinem Werk man ein ungutes Gefühl erfährt, wenn so ein Vogel einen schief anschaut. (Follow-Up: Marnie, weil ich mal will, dass den mehr sehen.)

3. Kate Beckinsale gefiel mir am besten in Aviator, weil das die einzige Rolle ist, die ihr etwas Würde verleiht und die ich gewillt bin mir anzusehen. Den Underworld-Quatsch gibt’s im Hause PewPewPew nicht!

4. Es gibt ja an allerlei Orten zu allerlei Zeiten immer mal wieder Zombie-Walks, die sich auch großer Beliebtheit erfreuen. Aber warum eigentlich immer nur Zombies? Welche Themen-Walks würdet ihr euch mal wünschen?

Nyancatwalk. CSD + internet = love.

5. Welches Buch hat euch am meisten enttäuscht, nachdem ihr es auf Empfehlung gelesen habt?

Die Welt, wie wir sie kannten. Unglaublich interessante Prämisse (Asteroid stürzt Mond aus seinem üblichen Orbit und löst Probleme auf Erde aus), aber erzählt durch die Augen eines privilegierten Mädchens in Form eines Tagebuches. Apokalypse light!

6. Ausprägungen der Science-Fiction gibt es viele, aber welche Zukunftsvisionen sind euch die Liebsten? Hochtechnisiert oder doch lieber rückständig und dreckig, mit Aliens oder lieber ohne, Endzeitstimmung oder epische Utopien/Dystopien?

Wenn man realistisch ist, geht die Welt dem Abgrund entgegen. Langsam und schön, aber stetig. Deshalb entweder Dystopie oder Entzeitstimmung, am besten gemischt wie in Children of Men. Aliens dürfen gerne dabei sein, aber da noch kaum ein Film (außer vielleicht Contact oder Close Encounters) die Frage nach Außerirdischen bzw. der Kontakt mit eben diesen würdevoll behandelt hat.

Grundlegend ist es so: Die Menschen von heute haben genau die gleichen Sehnsüchte und Nöte wie vor 1000 Jahren und das wird im Jahr 3012 auch noch so sein. Die Umwelt wird sich ändern, radikal höchstwahrscheinlich. Die Technologie ebenso, aber Menschen bleiben gleich. Man versucht den Leuten über Marketing immer einzutrichtern, dass man für das Spektakel ins Kino gehen muss/soll, aber im Grunde wollen wir eine menschliche Geschichte erfahren mit der wir uns identifizieren können. Die Science-Fiction ist daher nur Rahmenbedingung oder MacGuffin und als solche sollte sie subtil sein, egal um was es genau letztendlich geht.

7. Mein zuletzt gesehener Film ist That’s My Boy und der war überraschend harmlos, weil er bei mir keine Nervenzusammenbrüche wie Sandlers letzten Werke auslöste und irgendwo dahinter jemand stand, der das Ding machen wollte. Nicht nur wegen der Kohle. Lustig war es trotzdem nicht und Sandler ist schrecklich und nervig, die Witze hoffen immer noch darauf, dass das Publikum dicke, alte und hässliche Menschen zum Lachen findet. Die Jungs von Red Letter Media haben Sandlers Masche mal auseinander genommen. Könnte mir ja alles egal sein, aber ich weiß, dass Sandler besser kann. Und mich macht es traurig, dass er nicht mehr will. Aber man kann es ihm auch nicht böse holen; jedes Mal, wenn er sich außerhalb seines gewohnten Gebiets versuchte, floppte er links und rechts.