Nördlich der Sonne

22 Oct, 2012 · Sascha · Film

Inge Wegge (25) und Jørn Ranum (22) haben neun Monate in der eisigen Kälte der norwegischen Atlantikküste verbracht und als Einsiedler in einer aus Treibholz und Abfällen gebauten Hütte gelebt. Die Zeit haben sie sich mit dem Surfen einiger der besten Wellen auf dem Planeten verbracht. Aus dem Abenteuer entstand auch eine sehr persönliche Doku namens “North of the Sun”, deren Trailer verdammt schöne Aufnahmen enthält:

Auf der offiziellen Facebook-Seite des Films kann man den Festivallauf des Films verfolgen. GEO hat mit den zwei auch ein interessantes Interview geführt, in dem sie Antworten zu den Aufnahmen und den Schwierigkeiten des Alltags liefern.

Wann und wie entstand die Idee zu dem Projekt?
Jørn: Wir waren schon einige Male an diesem Strand surfen und haben gesehen, wie viele Gegenstände an Land gespült werden und haben gedacht: Daraus könnte man etwas bauen. Das Meer hat uns praktisch die Idee vor die Füße gespült! Wir wollten versuchen, aus den Überresten der Gesellschaft zu leben. Unser Haus ist angelehnt an die Idee der “Earth Ships”: Unterkünfte, die aus recycelten Gegenständen entstanden sind. Allein an dem Strand haben wir zu zweit rund drei Tonnen Müll zusammengetragen. Ernähren wollten wir uns von abgelaufenen Produkten. Die Idee war zu demonstrieren, wie viele brauchbare Produkte unsere Gesellschaft auf den Müll wirft und wie verdreckt unsere Ozeane sind.

Inge: Seitdem ich das erste Mal an diesem Strand war, wollte ich länger dort leben. Eben nicht nur für einen Tag zum Surfen kommen oder ein verlängertes Zelt-Wochenende, ich wollte einfach Teil dieses Ortes sein. Da wir beide Film studiert haben, war klar, dass daraus ein Film entstehen musste.