Einem breiten Publikum bekannt wurde Neil deGrasse Tyson 2006, als er als Teil einer Kommission Pluto den Status eines Planeten absprach (Bereits 1999 schrieb Tyson das äußerst lesenswerte Essay “Pluto is not a Planet“.). Sorry, Pluto, aber es gibt einfach zu viele andere dir ähnliche post-neptunschen Zwergplaneten. Aber Kopf hoch, gibt ja genug Menschen, die dich in guter Erinnerung behalten und immer noch mögen (wie z.B. Nils).

Das hat Neil zu einem zweiten Carl Sagan gemacht, quasi Carl Sagan 2.0, wäre Carl nicht ohnehin bereits ein Mem (und außerdem ist der nicht zu ersetzen, was redest du da, Sascha!). Zu mindestens ist er sehr bekannt und beliebt bei Fernsehshows (z.B. als er selbst bei Big Bang Theory) oder Talkshows, wie zum Beispiel bei Real Time with Bill Maher, wo er beklagt, dass wir aufgehört haben zu träumen (“We have stopped dreaming!”).

Wer Tyson kennt, der weiß, dass er gerne über alles redet, denn alles ist verbunden und das Universum ist in uns selbst. Deshalb liebe ich es dem Mann zuzuhören, denn in seinem Talk mit Stephen Colbert (Out-of-Character, aber trotzdem wie gewohnt lustig) geht es nicht nur um Wissenschaft und die NASA, sondern auch um unser Bildungssystem, Kindererziehung, wie man ein gutes Leben führt. Aber was Tyson wirklich ausmacht, ist, dass er einen großartigen Humor besitzt und ein guter Geschichtenerzähler ist (Wartet bis er von Titanic und James Cameron erzählt).


via Nerdcore, Interview beginnt am 6:05

Falls das Video wegen Copyright-Bullshit von YouTube verschwindet, kann man es hier auch direkt beim Hayden-Planetarium anschauen.