Lars von Triers ‘Melancholia’

17 Apr, 2011 · Sascha · Featured,Film

Ich muss in Gesprächen leider immer wieder zugeben, dass ich aus Lars von Triers Filmographie bisher nur Antichrist gesehen habe. Obwohl ich den verdammt gut fand, hat mich bisher noch nichts dazu bewegt, tiefer in das Werk des Regisseurs einzutauchen. Mit seinem neuen Werk “Melancholia” wird sich das wohl ändern, denn das Sci-Fi Konzept spricht mich sehr an und wer kann sich denn ernsthaft einer nackten Kirsten Dunst entziehen? Mit Melancholia wird von Trier die Apokalypsenpornos von Emmerich auf den Kopf drehen und mit dem Ende beginnen: die Erde wird von Planet X, oder auch der Legende nach “Nibiru“, einem Planeten, der sich auf einer Bahn quer durch unser Sonnensystem bewegt, “verschluckt”. Dann geht er dem menschlichen Drama auf den Grund, denn es is nicht wichtig was passiert, sondern wie:

In ‘Melancholia’ I start with the end. Because what is interesting is not what happens but how it happens! So we begin by seeing the world being crushed, then we can tell the story afterwards… In this way you don’t have to sit and form theories about what will happen, but can delve down into some other levels and become interested in the pictures and the universe – that’s what I imagine. (via)

Interessant finde ich auch den neuerlichen Trend von profilierten Regisseuren, sich in das Sci-Fi-Genre vorwagen: So hat neben von Trier auch Terrence Malicks neuer Film “Tree of Life” große astrophilosophische Anteile und Alfonso Cuarons neuer Film Gravity spielt im Weltall, dessen erster Shot ungeschnitten und ganze 20 Minuten lang werden soll. Ein Trend, der mich als Fan des Genres natürlich sehr erfreut.

As you can see in the trailer, Melancholia, [which is the name of] the planet, is kind of ten times bigger than the Earth, and I liked the idea of being ‘swallowed’ by Melancholia. I thought that was quite nice. And then I read today that that’s actually one of the virtues of romanticism – willingly being purified by dying. In fact, the film contains maybe more of the original idea of romanticism. I’m just saying that a lot of films today, their interpretation of romanticism is… quite boring, I think. (via)