Kurz und bündig: Ich wähle Red Dead Redemption zu meinem Lieblingsspiel 2010. Es ist bei weitem das schönste Spiel des letzten Jahres, im Hinblick auf sowohl Grafik, Gameplay als auch Story. Das Flair des Wilden Westen wurde noch nie so gut in dem Medium Videospiel eingefangen, was auch besonders der unheimlich gut ausgewählten und effizient in emotionalen Momenten eingesetzten Musik geschuldet ist. Wenn ich am Ende eines Spieles so emotional fertig bin wie hier, dann habe ich gar keine andere Wahl als dieses Spiel zu wählen. Rockstar hat mit John Marston einen der legendärsten und genialsten Charaktere des Gamingjahrzehnts geschnitzt und einen wahren, epischen Western auf die Konsole gebracht. Es gibt meiner Ansicht nach einfach absolut nichts vergleichbares. Noch in vielen Jahren werde ich mich daran erinnern, als ich als wieder gemachter Mann auf meinem treuen Ross durch den verschneiten Wald ritt, Jamie Lidell “Compass” sang, ein Reh mir treu nebenher rann und ich mich freute meine Familie wieder treffen zu können. Und dann denkt man sich: Wäre es nicht cool, wenn jetzt dies und das passiert? Und tatsächlich tut, ohne genaues zu verraten, Rockstar genau dies. Episch. Im wahrsten Sinne.