Ich warte jetzt seit fast sieben Jahren darauf, dass mein geliebter The Walking Dead Comic respektvoll umgesetzt wird. Ich glaube, ich sollte die Hoffnung angesichts der aktuellen Staffel auf AMC endlich begraben. Ja, es setzt langsam so etwas wie Zombiemüdigkeit ein, selbst unter Genrefans, das sieht man u.a. auch an den sinkenden Einschaltquoten der Serie. Die wirklich großen Kracher scheinen vorbei zu sein, fünfzehn Jahre nach dem Reboot des Genres durch 28 Days Later ist auch irgendwie alles erzählt, oder? Zusammen mit Lukas Barwenczik habe ich über den neuen Zombiefilm The Girl with All the Gifts diskutiert, einen eher künstlerisch angehauchten Zombiefilm, dem es um mehr als Blut und Gedärme geht. Ob der Film etwas Neues bietet und ob er das überhaupt muss, um zu gefallen, erfahrt ihr im Longtake Podcast.

In Folge #78 sprechen wir mit Gast Sascha Brittner von pewpewpew.de über das britische Endzeit-Drama „The Girl with All the Gifts“ von Colm McCarthy, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Mike Carey. Dabei geht es um die Konventionen des Zombie-Genres, Posthumanismus und das Ende der Menschheit. Und um Alf. (Achtung: Mehr Spoiler als auf dem Internationalen Messe-Event für Auto-Tuning.)

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Shownotes

0:34
Begrüßung, Vorstellung: Sascha Brittner
3:00
Filmdiskussion: The Girl with All the Gifts
01:04:00
Fazit: The Girl with All the Gifts
01:08:15
Verabschiedung + Social Media

Ausschnitte aus den Filmen unterliegen dem Copyright des entsprechenden Filmverleihs und werden aus rein journalistischer Intention unkommerziell genutzt.

Im letzten Jahr hatte ich ganz erschrocken festgestellt, dass ich sehr viele Videospieltitel verpasst hatte und gar keine richtig gute Liste an Spielen vorweisen konnte. Die Games-Sektion des Blogs hatte ich ebenfalls ignoriert. Daher kommt meine Liste der besten Videospiele des Jahres 2016 etwas verspätet, da ich einfach noch ein paar Sachen nachholen musste, bevor ich die Top 10 aufsetze. Darüber hinaus habe ich einige Reviews verfasst, u.a. auch bei Superlevel, auf die ich sehr stolz bin. Insgesamt war das echt ein verdammt tolles Gamingjahr und ich hoffe, dass es 2017 so weitergeht.

10. Battlefield 1

Ich hatte meine Bedenken, was den neuen FPS-Shooter von DICE angeht. Als Spieler der ersten Stunde und vielen Jahren im eSport konnte ich nicht drum herum zu erkennen, dass Battlefield 1 mit der Rückkehr zu den Weltkriegen und der realistischen Grafik eventuell auf ein moralisches Problem zusteuert. Und dann hat DICE diese tolle Kampagne gemacht, die die Bedenken in Luft auflöste. Das Spiel beginnt mit einer der beeindruckendsten Szenen in einer Singleplayer-Kampagne überhaupt: Ich sterbe, immer und immer wieder. Doch das Spiel geht weiter. Eindrucksvoll wird die brutale Gleichgültigkeit des Kriegs dargestellt. Trotzdem gibt es natürlich den Online-Modus, der von den meisten Spielern genutzt wird. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Spieler unverändert aus dem Singleplayer in den Multiplayer wechseln. Insofern hat DICE genau den Mittelweg gefunden, den ich mir gewünscht habe.

Spielerisch hat man ebenfalls mit den Operations einen neuen Modus gefunden, der das sonst chaotische Gameplay zu mehr teamorientierten Ansätzen zwingt und somit jahrzehntelange Problem vom Tisch fegt. Die alten Modi sind immer noch da, die Flugzeuge sind jetzt nicht berauschend und es fehlen die schönen Levolutions aus Battlefield 4. Insgesamt aber bleibt unter dem Strich der beste Shooter des Jahres zurück. Aspekte wie das Sounddesign oder die Grafik werden inzwischen einfach akzeptiert, oft kommentarlos einfach zurückgelassen in Reviews, weil DICE Jahr für Jahr abliefert.

9. Clustertruck

Das Spielprinzip ist ganz einfach: The floor is lava und die einzige Möglichkeit, das Ziel zu erreichen, ist über die Anhänger von fahrenden LKWs zu springen. Problem: Es gibt viele Hindernisse und noch mehr LKWs, es kommt zum titelgegebenden clusterfuck. Das Ganze spielt sich dann so ein bisschen wie die Szene auf dem Highway in Matrix Reloaded, in der Morpheus den Schlüsselmacher retten will – mit der Besonderheit, dass Morpheus stirbt. Oft. Clustertruck hat das vielleicht spaßigste Gameplay, das ich in dem vergangenen Jahr erleben durfte. Gleichermaßen ist das Spiel enorm herausfordernd und der Map-Creator bietet endlosen Spaß für ganz wenig Geld. (weiterlesen…)

Zum Start der Heimkinoversion von Denis Villeneuves Arrival fährt man die großen Geschütze auf. Klar, es ist und bleibt Werbung – aber wer sagt, dass Werbung nicht auch cool sein kann? In diesem kleinen Clip, den ihr am besten mit eurem VR-Set oder wie ich auf dem Smartphone anschaut, ermöglicht es euch, den Schacht im Raumschiff hochzufahren und mit den Heptapoden selbst in Kontakt zu treten. Das Theater ist zwar relativ kurz, aber ich mag die Idee. Wenn man an solchen Sachen ein bisschen länger und öfter arbeiten würde, wäre das echt eine feine Sache.

Zum Heimkinostart von Arrival in den USA verkauft Mondo morgen diesen großartigen Print (24″x36″, 12-color screenprint) von Kevin Tong in zwei unterschiedlichen Versionen, die sich leider kaum voneinander unterscheiden. Wahrscheinlich wäre das Poster mit einem detailreicheren Ausschnitt der Szene in einem horizontalen Design effektiver, aber mir gefällt das Spiel mit dem Whitespace enorm und Villeneuve selbst beginnt und endet den Film ja mit diesen Kameraschwenks, von denen ich so schwärmte. Mir gefällt das Konzept insgesamt super, Louise geht zu den Aliens und trifft ihre Tochter – dabei ist die Variant Edition aber ein Stück besser, da hier in den Herbstfarben die schmerzliche Realisation stärker betont wird. Ja, ich leide gerne. Was ich eigentlich sagen will: Ey, Mondo!

Die Filmindustrie hat in den letzten Jahren eine kleine Kurskorrektion gemacht. Während sich die Posterszene einen schönen Print nach dem nächsten um die Ohren haute, gab es in Hollywood fliegende Photoshopgesichter. Ugh. Seit ein paar Jahren aber gibt es echt hübsche alternative IMAX Poster, die immer wieder entzücken. Dort reiht sich auch dieses schicke Teil für Logan von Dave Rapoza ein, das mich sehr an die frühen Werke von Drew Struzan erinnert. Der ist natürlich noch am Leben, aber leider nur noch selten aktiv. Dass er immer noch kein offizielles Filmplakat (dieses öde Teaser-Ding zählt nicht) für The Force Awakens gemacht hat, halte ich für einen handfesten Skandal. Disney würde wohl auch für The Last Jedi auf ihn verzichten. Doof. Gebt dem Mann das Geld, das er verlangt und Punkt.

Neues aus der Thor-WG

15 Feb, 2017 · Sascha · Film · 0 comments

Letztes Jahr hat Marvel ein kleines Easter Egg auf San Diego Comic-Con veröffentlicht, das auch später den offiziellen Weg online fand: Thor erzählt in einem kleinen Video, was er so trieb, während sich die MCU-Helden die Köpfe in Civil War eingeschlagen haben. Das Video featurete die typischen Gags und Trademarks von Thor: Ragnarok Regisseur Taika Waititi, insbesondere der MTV Cribs Verschnitt aus What We Do In The Shadows wird hier deutlich kopiert.

Nun gibt es einen zweiten Teil, in dem Thor in Beach Shorts auf seinem Fahrrad Probleme mit der Währung in Australien hat. Ich bete inständig, dass Darryl auch einen Cameo im endgültigen Film hat. Das würde die Sache echt schön abrunden. Mir gefällt dieser Thor enorm, auch wenn er nichts mehr mit dem dunklen, grübelnden Knaben aus dem ersten Film zu tun hat und diese Entwicklung eher hinter den Kulissen stattfand als auf der Leinwand.

Ich weiß zwar, dass die Würze hier in der Kürze dieser Clips liegt, aber ich kann nicht drum herum mir eine Netflix-Serie über diese zwei untypischen WG-Partner zu wünschen.

Das Schöne an den Power Rangers ist, dass sie fast ausschließlich ein junges Publikum ansprechen. Und natürlich, dass es unentschuldbarer Trash ist. Daher gibt es relativ wenig Druck, irgendwelche Erwartungen von Langzeitfans zu erfüllen. Stattdessen erhoffe ich mir einen Film, den Achtjährige total geil finden. Und es sieht fast so aus als ob das tatsächlich gelungen ist.

Mir gefällt so sehr, dass man diesen Kontrast aus Alieninvasion und Verteidigung in der Kleinstadt beibehalten hat. Die Zords sehen mir zu modern aus, fast schon Transformers-mäßig, aber mal abwarten, bis man die Teile in Bewegung sieht. Ansonsten mag ich die Dynamik, der Cast wirkt spaßig und der Trailer hat zwei aufrichtig lustige Momente zu bieten. Könnte das was werden? Sofern es im Finale den alten Theme-Song gibt, kann ich ihnen auch diesen komplett goldenen Goldar verzeihen.

SABAN’S POWER RANGERS follows five ordinary teens who must become something extraordinary when they learn that their small town of Angel Grove — and the world — is on the verge of being obliterated by an alien threat. Chosen by destiny, our heroes quickly discover they are the only ones who can save the planet. But to do so, they will have to overcome their real-life issues and before it’s too late, band together as the Power Rangers.

Kangaroos in Fallout 4

13 Feb, 2017 · Sascha · Internetgold · 0 comments